Skateranlage

In einem Topf ist noch Geld drin

An der Skaterbahn im Havelberger Lindenweg sollen demnächst Bauarbeiten beginnen.

Von Dieter Haase

Havelberg l Auf langjährigen Wunsch von jungen BMX-Fahrern aus Havelberg und Umgebung hat die Stadt die Umgestaltung der Anlage in Gang gebracht. Die Ideen dazu wurden am Mittwochabend im Bau- und Wirtschaftsausschuss der Hansestadt Havelberg vorgestellt. Die Beratung dazu war ein Bestandteil der Tagesordnung.

„Wir wünschen uns bessere Voraussetzungen für unser BMX-Hobby“, wandte sich Felix Buchholz an die Ausschussmitglieder. Er gehörte zu einer Gruppe von sechs jungen BMXlern, die sich im Rathaussaal über die Pläne der Stadt informieren wollten. „Vor allem BMX-geeignete Rampen und, wenn möglich, etwas mehr Fläche“, sagte er im Ausschuss vor den Ausführungen von Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski zu diesem Thema. Die jetzigen aufgebauten Gerätschaften seien zwar gut für Skater, aber nur in geringem Maße für BMX-Fahrer geeignet. Ausschussvorsitzender Jürgen Kerfien hatte, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu diesem Redebeitrag zu geben, die Sitzung kurz unterbrochen.

Bereits im Mai dieses Jahres war im Stadtrat ein Beschluss zur Umgestaltung der Skateranlage im Lindenweg gefasst worden. „Und jetzt haben wir die Chance, damit zu beginnen“, berichtete Petra Jonschkowski am Mittwochabend. Denn aus einem Fördertopf seien noch Mittel frei, die zumindest in diesem Jahr für einen ersten Bauabschnitt ausgeschöpft werden können und auch müssen. „Wir würden zuerst mit der Umgestaltung der Grünfläche neben der Skateranlage beginnen“, kündigte die Bauamtsleiterin an. Umgestaltung heiße, dass es hier künftig kein Grün mehr geben werde, sondern dass diese Fläche der aktuellen Fläche des Skaterplatzes hinzugefügt und diese dadurch erheblich vergrößert wird. Ganz nach dem von Felix Buchholz geäußerten Wunsch.

Petra Jonschkowski sprach die Hoffnung aus, dies noch in diesem Jahr zu schaffen, denn bereits im Dezember müssten die Fördermittel für diese Maßnahme abgerechnet werden. Dabei handele es sich um etwa 43 000 Euro.

Etwa die gleiche Förderung wolle die Stadt dann noch einmal für das Jahr 2020 beantragen – sozusagen für den zweiten Bauabschnitt, der dann unter anderem den Kauf von neuen Rampen sowie deren Aufbau beinhaltet. Sollte das nicht so funktionieren, wie angedacht, „dann werden wir das benötigte Geld als Ausgabe in den Haushalt für 2020 einstellen.“ Begonnenes solle schließlich auch schnell fertig werden und nicht ewig liegen bleiben. „Mit der neuen Anlage soll etwas geschaffen werden, was dann auch eine Weile hält“, so Petra Jonschkowski. Die Skaterbahn im Lindenweg ist übrigens auch schon 20 Jahre alt – und hat bis jetzt gut gehalten.

Bevor allerdings neue Gerätschaften gekauft werden, soll aber noch einmal mit den Jugendlichen darüber gesprochen werden, was sie sich als BMXler wünschen, das betreffende dann gemeinsam ausgesucht und geschaut werden, ob alles finanzierbar ist. Denn es nütze nichts, neue Geräte aufzustellen, die sich dann nicht als die richtigen herausstellten.

In die Gesamtmaßnahme eingebunden werden soll auch die Wiederherrichtung des angrenzenden Basketballplatzes, auf dem das Wurzelwerk benachbarter Bäume den Boden zum Teil schon erheblich in Mitleidenschaft gezogen hat.

Sven Hetke, Mitglied des Ausschusses und zudem dessen stellvertretender Vorsitzender, begrüßte das Vorhaben. „Für diese Altersgruppe in der Stadt ist bislang sehr wenig investiert worden“, sagte er. Aus diesem Grund finde er es gut, mit der Umgestaltung der Skateranlage zu zeigen, dass die Stadt auch deren Wünsche und Belange nicht unter den Tisch kehre. Auch für ihn sei wichtig, dass vor der Anschaffung von Geräten „die Expertise der Akteure dazu dringend erforderlich ist“.

Ausschussmitglied Stefan Skibbe findet es, an die anwesenden sechs jungen Leute gerichtet, „toll, dass ihr heute hier seid, dass zeigt doch euer Interesse daran, wie es mit der jetzigen Skateranlage weitergehen soll.“ Nach der Beratung verließen alle sechs jungen Männer mit zufriedenen Gesichtern den Rathaussaal.