Wust l Es war erst das zweite Wiedersehen, das erste hatte in den 80er Jahren stattgefunden. So begrüßte man sich in der Tangermünder „Alten Brauerei“ besonders herzlich.

Mit über 600 Kilometern hatte Joachim Schulze aus Blaubeuren die weiteste Anreise.

Der jetzt in Prenzlau lebende Friedhelm Wille und Rosemarie Schumann, geb. Reumann, die jetzt in Tangermünde zu Hause ist, sowie weitere Helfer hatten das Klassentreffen organisiert. Herzliche Umarmungen und: „Du hast dich ja gar nicht verändert“, „Schön, dass wir uns wiedersehen“ und „Kinder, wie die Zeit vergeht“ konnte man zur Begrüßung hören. Aufgeregtes Schnattern, Tuscheln, Schulterklopfen und Lachen herrschten dann in der Mittagszeit vor.

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Nachdem die Herren ihren einstigen Klassenkameradinnen eine Rose überreicht hatten, stand die Besichtigung der alten Schule auf dem Plan – darauf freuten sich alle sehr.

Lehrer waren einst sehr streng

In Wust hat sich in den über fünf Jahrzehnten enorm viel verändert. Im Schulgebäude wurden die 20 Ehemaligen von der heute als Lehrerin der Erst- und Zweitklässler arbeitenden Kristin Fabian empfangen und durch das Schulhaus begleitet. Hell und freundlich zeigt sich jetzt das Schulhaus, in dem die Kinder aus Wust-Fischbeck lernen. „Früher, da waren die Lehrer noch die Herrscher und wer widersprochen hat, konnte sich auch gut und gern mal eine einfangen“, erinnerten sich die damaligen Schüler. „Klar, die Lehrer waren streng, aber sie waren auch überwiegend fair und wir haben auf jeden Fall viel gelernt.“ Immer noch beeindruckt waren die Ehemaligen vor allem von der Disziplin: „Gerade sitzen! Hände falten! Ohren spitzen! Schnabel halten!“ Und trotzdem: Die Erinnerung an die Schulzeit ist positiv. Es gab weder Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen noch zwischen Arm und Reich. Das Wenige, was man hatte, teilte man. Pausenbrote, Lehrbücher und auch Wissen zählten dazu.

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Organisator Friedhelm Wille bei Kristin Fabian.

Kaffeetrinken in der Siedlung

Dann fuhr die ganze Gruppe zu Hartmut Fleischmann in die Wuster Siedlung. Dort wurde gemütlich Kaffee getrunken – einige Ehemalige hatten Kuchen mitgebracht. Die Schulabgänger von 1966 berichteten von ihrem Lebenslauf. Dabei stellten sie fest: Ein Großteil von ihnen hat 1972 geheiratet.

Auch für Hartmut Fleischmann gab es Dankesworte und Blumen für die Gastfreundschaft. Alle waren begeistert und freuen sich schon jetzt auf das nächste Treffen, das in zwei Jahren stattfinden soll.