Havelberg l Alle Beteiligten, die am Donnerstagvormittag im Sozialministerium über die Zukunft des Havelberger Krankenhauses gesprochen haben, „sind sehr ernsthaft bemüht, eine Lösung zu finden, die über die jetzige Feststellung, das Krankenhaus wird geschlossen, hinausgeht“, sagt Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski im Anschluss an das Treffen auf Volksstimme-Nachfrage. Viel konnte das Stadtoberhaupt noch nicht verkünden, weil sich alle Beteiligten darauf geeinigt haben, zunächst noch nicht über Details zu sprechen.

Der Bürgermeister berichtet aber, dass Vertreter des Ministeriums, der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, des Landkreises und, mit ihm, der Stadt an einem Tisch saßen. „Es war ein sehr konstruktives Gespräch, in dem wir uns wirklich detailliert fast zwei Stunden Zeit genommen haben, die Situation genau zu analysieren und zu sehen, wie die einzelnen Parteien die Situation einschätzen. Alle kennen das Haus. Sie waren in den zurückliegenden Jahren auch dort und haben die Entwicklung verfolgt. Insofern ist dort keinem irgendetwas fremd.“

Die Situation, dass KMG einerseits die Einrichtung eines Seniorenheimes mit 58 Betten ankündigt, sich andererseits aber auch einem Verkauf nicht verschließen würde, macht ein Gespräch mit Vertretern des Klinikenverbundes erforderlich – der Vorstandsvorsitzende Stefan Eschmann hatte im Gespräch mit der Volksstimme gesagt, dass er am Donnerstag nicht teilnehmen kann. „Das Gespräch soll schon in Kürze stattfinden, um klar zu hören, unter welchen Bedingungen die KMG bereit wäre, wie auch immer was abzugeben, oder sich eine Kombination vorstellen könnte, gegebenenfalls auch mit einem anderen Träger“, sagt Bernd Poloski.

Wie er weiter berichtet, wurden auch Hausaufgaben verteilt an die einzelnen Vertreter, zum Beispiel bestimmte Möglichkeiten rechtlich zu prüfen, ob sie überhaupt weiter vertieft werden können oder ob rechtliche oder fachliche Schranken entgegen stehen.

Sein Wunsch: „Ich möchte, dass neben der ambulanten Versorgung auch eine stationäre Grundversorgung in welcher Größenordnung auch immer weiterhin in Havelberg angeboten wird. Und da habe ich uneingeschränkt das Bemühen aller empfunden, hier nach einer wirklichen Zukunftslösung zu suchen. Ich will keine Hoffnungen verbreiten, die sich dann nicht erfüllen, aber der ernsthafte Wille ist, dort gegebenenfalls auch weiterhin eine stationäre Versorgung anzustreben. Ob das tatsächlich möglich ist, bleibt abzuwarten.“