Havelberg l Als sie im März vor 59 Jahren das Licht der Welt erblickt hat, stand der Titel „Marina“ von Rocco Granata auf Platz eins der Deutschen Singlecharts. Das berichtete Ingo Engelmeyer, Geschäftsführer des KMG Klinikums Havelberg, als er am Mittwoch Marina Kluzikowski zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum gratulierte. Im Beisein von Ärzten, Schwestern und weiteren Mitarbeitern wurden auch Christiane Liebe für ihr 40-jähriges und Sandra Lorenz für ihr 20-jähriges Betriebsjubiläum geehrt. Es fasziniere ihn immer wieder, wenn er Mitarbeitern für lange Dienstzeiten danken kann, sagte der Geschäftsführer. „Das ist eine enorme Leistung und zeigt Standhaftigkeit und Zugehörigkeit zu dem Unternehmen, in dem Sie sich wohlfühlen und Ihr Engagement im Dienste des Hauses und der Patienten einbringen.“

Das erste Dankeschön ging an Marina Kluzikowski, die am im September 1979 im Havelberger Krankenhaus ihren Dienst begann. Sie ist sogar schon drei Jahre länger dort. Doch wird die Zeit der Fachschulausbildung zur Krankenschwester nicht angerechnet. Viele Jahre war sie auf der chirurgischen Frauenstation tätig, dann auf der gynäkologischen und geburtshilflichen Station. Nachdem diese 2000 geschlossen wurde, wurde die ITS ihr Arbeitsplatz. Heute ist Marina Kluzikowski überwiegend in der Notfallambulanz anzutreffen. Der Wandel, den sie über all die Jahre erlebt hat, ist groß. Sie denkt an die Anfänge, als die Wundtupfer von den Schwestern noch selbst gedreht wurden oder der Zellstoff aus großen Platten zugeschnitten werden musste. „Wir haben das immer gehasst, wenn die Stationsschwester uns den Zellstoff hinlegte.“ Sie denkt auch an die Kanülen, die auf die Spritzen gesetzt wurden. „Mit Pinzette und Tupfer sind wir an ihnen entlanggefahren und haben getestet, ob sie einen Widerhaken haben. Den wollten wir den Patienten nicht zumuten und haben diese Kanülen weggeworfen. Die Sterile war damals voll ausgelastet. Heute kommt das alles fertig und einzeln verpackt in die Kliniken.“

Kurze Wege durch ambulantes Angebot

Das weiß Christiane Liebe nur zu gut. Sie begann im Oktober 1979 im Krankenhaus zu arbeiten, als Reinigungskraft in der zentralen Abteilung Sterilgut. „Sie ist sehr gewissenhaft, hilfsbereit und freundlich“, ist in Leistungsbeurteilungen von früher nachzulesen. „Und das ist auch heute noch so“, bescheinigte Ingo Engelmeyer der 56-Jährigen Havelbergerin. Als sie geboren wurde, sang Gitte gerade „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“.

Auf 20 Jahre bei der KMG kann Sandra Lorenz zurückblicken. Nach dem Abitur hatte sie in Rathenow ihre Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Im Oktober 1999 begann sie zunächst in der Elbtalklinik in Bad Wilsnack zu arbeiten, bevor sie im April 2010 nach Havelberg wechselte. Hier ist sie Leiterin des Funktionsdienstes. Gerade hat sie eine Weiterbildung zur Praxisanleiterin abgeschlossen. „Hier vor Ort zu arbeiten, ist sehr schön“, sagt die Mutter von zwei Kindern. Sie findet es gut, dass endoskopische Untersuchungen auch ambulant im KMG Klinikum Havelberg angeboten werden. „Das erspart Patienten einen langen Fahrweg nach Stendal oder Kyritz.“

Was in den Charts ganz oben stand, als sie vor 42 Jahren geboren wurde? Smokie mit „Lay Back in the Arms of Someone“, wusste Ingo Engelmeyer zu berichten.