Havelberg gesamt

Wahlberechtigte:5649

Wähler:1544

Wahlbeteiligung:27,3%

ungültige Stimmen:15

Puhlmann: 957 (62,59%)

Wulfänger: 572 (37,41%)

Havelberg l Etwas unter der Wahlbeteiligung im gesamten Landkreis Stendal liegt die in der Einheitsgemeinde. 27,3 Prozent der 5649 Wahlberechtigten in Havelberg und den sechs Ortschaften haben am Sonntag bei der Stichwahl zur Landratswahl die Chance genutzt, mitzubestimmen, wer ab März 2020 Landrat ist. Insgesamt hat die Wahlbeteiligung im Kreis Stendal bei 28,1 Prozent gelegen. Zur Hauptwahl am 10. November hatte die Wahlbeteiligung in Havelberg insgesamt bei 34 Prozent gelegen.

Anteilmäßig die meisten Wähler aus der Einheitsgemeinde sind am Sonntag in Garz ins Wahllokal gegangen: genau 50 Prozent. Von den 130 Wahlberechtigten ab einem Alter von 16 Jahren waren es 65. Die niedrigste Wahlbeteiligung wurde in Havelberg im Wahllokal „Zwergenland“ mit 17,9 Prozent verbucht. Es ist mit 1451 Wahlberechtigten der zweitgrößte Wahlbezirk innerhalb der Einheitsgemeinde. Der größte ist der „Regenbogen“ mit 1751 Wahlberechtigten. Von ihnen gingen 20,6 Prozent zur Wahl. Im Rathaus waren es 1250 Wahlberechtigte, von denen 20,1 Prozent gewählt haben.

Das Wahlergebnis weist ebenso wie das kreisweite Patrick Puhlmann (SPD, Linke, Bündnis90/Grüne) als klaren Wahlsieger aus. Er bekam 62,59 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Carsten Wulfänger (CDU) wurde von 37,41 Prozent der Wählerinnen und Wähler gewählt. Während Patrick Puhlmann in den drei Wahlbezirken in der Hansestadt direkt mehr als 60 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, sieht das auf den Dörfer unterschiedlich aus. In Nitzow (52,89 Prozent), Garz (52,31 Prozent) und Warnau (53,45 Prozent) hat die Mehrheit der Wähler für Carsten Wulfänger gestimmt. Die Briefwähler haben sich mehrheitlich für Patrick Puhlmann ausgesprochen. Zur Hauptwahl hatte es 291 Briefwähler gegeben, zur Stichwahl waren es 315.

Der Wahltag ist sehr ruhig verlaufen, sagte Evelin Bullwan, Sachgebietsleiterin Allgemeine Verwaltung, gestern auf Nachfrage. 60 Wahlhelfer waren im Einsatz. Ein großer Teil von ihnen war auch vor drei Wochen schon bei der Landratswahl mit dabei. Ein Teil hatte zudem im Mai bei den Kommunalwahlen in den neun Wahllokalen mitgeholfen – das war aufgrund der Europawahlen und Wahlen zu Kreistag, Stadtrat und Ortschaftsrat eine Mammutwahl.

Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski sagt allen Wahlhelfern ein großes Dankeschön. Auch jenen, die sich als Reservekader zur Verfügung stellen, so dass schnell Ersatz vorhanden ist, wenn jemand kurzfristig etwa wegen Krankheit ausfällt.