Schönfeld l  Diese zwei Jubiläen wurden am Wochenende in Schönfeld gefeiert. Und zwar lautstark. Denn drei Bands sorgten Freitag- und Samstagabend auf der Bühne für gute Musik in dem Dorf an der Bundesstraße. Dass auch die Dorfbewohner vorbei schauten, freut die Gastgeber. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir so ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn haben“, sagt Fred Albrecht, der seit vielen Jahren der Präsident des Schönfelder Road-Eagle-Capters ist. Das ist quasi eine Ortsgruppe der Road Eagle, zu denen in Deutschland 14 Capters, in Spanien sechs und in Thailand einer gehören.

Höhepunkt des Jahres

Vertreter von überall, dazu andere Clubs, pilgerten am Wochenende nach Schönfeld. „Das Sommerfest ist immer der Höhepunkt des Jahres im Vereinsleben“, spricht Fred Albrecht zwar von viel Arbeit bei der Vorbereitung, aber auch von jeder Menge Geselligkeit und Freundschaft, „das ist die Mühe wert. Es geht hier ganz familiär zu. Nicht nur bei den Festen, die wir auch einmal im Winter und zu Himmelfahrt ausrichten, sondern auch an den Wochenenden, die wir hier im Vereinshaus verbringen.“ In Schönfeld fühlen sie sich richtig wohl, genießen das Beisammensein mit Gleichgesinnten und auch den Gästen aus dem Dorf, die gern mal vorbei schauen.

Wohlfühlen in Schönfeld

Ihrem langjährigen Vereinshaus in Scharlibbe trauern die Biker nicht mehr nach, auch wenn der Wegzug doch schmerzlich war, weil sie das Gebäude trotz anfänglicher Zusage nicht von der Gemeinde kaufen konnten. „Wir mussten uns schnell eine neue Bleibe suchen und haben sie 2014 hier in Schönfeld in der ehemaligen Gaststätte gefunden“, blickt Fred Albrecht auf arbeitsreiche Wochen zurück. „Zunächst stand die Sanierung des Gebäudes an, weil es im Flutwasser gestanden hat. Jeder hat mitgeholfen – es ist ganz schön geworden!“ Und Ralf Düngel aus Havelberg fügt an: „Seit 2015 ist das unser Zuhause!“ Der Havelberger war Gründungsmitglied der Asphaltfalken, die in den 90-ern auch Bikertreffen im Sandauer Park organisiert hatten. In den 80-er Jahren gab es in Havelberg einen AWO-Club, der sich mit der Wende auflöste. Die Asphaltfalken, zumeist Harley-Fahrer, schlossen sich zusammen und ließen sich in Scharlibbe nieder. Die kleine Gruppe entschied 2004, sich den Road Eagle anzuschließen.

Bilder

Wie eine große Familie

Fred Albrecht begründet, wa­rum: „Es macht einfach mehr Spaß in einer großen Familie. Im Sommer sind wir viel unterwegs in ganz Deutschland bei Road-Eagle-Treffen; während der kalten Jahreszeit verbringen wir mit unseren Familien unsere Freizeit hier im Vereinsheim. Es ist ein gutes Gefühl, vom Dorf akzeptiert und integriert zu sein.“ In seinen Dank schließt er auch die Verwaltung der Verbandsgemeinde ein, „bei sämtlichen Genehmigungen, die wir für solche Feste wie diese brauchen, geht alles reibungslos“.