Regelbetrieb

Musikschule in Havelberg plant kleine Konzerte

Aus einem Gebäude im Havelberger Schulzentrum ist jetzt fast wieder täglich Musik aus den verschiedensten Instrumenten zu hören.

Von Dieter Haase
Julian Gorus (ganz vorne am Klavier) hofft, dass für die Musikschule "Ferdinand Vogel" jetzt wieder bessere Zeiten angebrochen sind.
Julian Gorus (ganz vorne am Klavier) hofft, dass für die Musikschule "Ferdinand Vogel" jetzt wieder bessere Zeiten angebrochen sind. Archivfoto: Dieter Haase

Havelberg - Wie alle anderen Schulen in Havelberg hat auch die Kreismusikschule „Ferdinand Vogel“ mit Sitz am Schulzentrum der Domstadt seit Anfang Juni wieder den Regelbetrieb aufgenommen. „Ich hoffe sehr, dass das jetzt bis zum Ende des Schuljahres am 21. Juli auch so bleiben wird. Denn es gibt trotz des mehrmonatigen Onlineunterrichtes doch so einiges nachzuholen“, erklärt der Musikschulleiter Julian Gorus.

Hygienemaßnahmen bleiben in Kraft

Allerdings „bleiben bei uns die Hygienemaßnahmen weiterhin bestehen“, sagt er. „So belassen wir es in unseren größeren Schulhäusern in Stendal, Osterburg und Havelberg zum Beispiel bei der Maskenpflicht und setzen die Abstandsregel um. Unter anderem trennen Schüler und Lehrer im Unterricht weiterhin Plexiglasscheiben.“ Außerdem nutzt fast die gesamte Lehrerschaft die in jeder Woche zur Verfügung gestellten Selbsttests zur eigenen Kontrolle.

Gesang ist noch nicht erlaubt

Hauptsächlich wird an der Kreismusikschule Einzelunterricht gegeben, „aber wo sich das anbietet, können wir jetzt auch wieder Gruppen von bis zu fünf Personen unterrichten“, so Julian Gorus. Nur auf eines muss nach wie vor verzichtet werden: „Es darf aus Sicherheit vor möglichen Coronaviren nicht gesungen werden.“ Auf eine Unterrichtsform möchte der Musikschulleiter trotz vieler landesweiter Lockerungen aber auch künftig nicht verzichten. „Den theoretischen Unterricht werden wir für unsere Schülerinnen und Schüler weiterhin online geben. Erstens hat sich das bewährt und zweitens kann auf diese Art auf einen Schlag eine recht große Anzahl von Musikschülern erreicht werden“, erläutert der Schulleiter.Interesse amSpiel auf der ViolineWährend der langen Schließzeit im Lockdown gab es allerdings auch einiges Erfreuliche. „Es ist eine ganze Reihe von Neuanmeldungen bei uns eingegangen. Doch leider mussten diese erst einmal unbearbeitet bleiben, weil keiner so recht wusste, wann der Schulbetrieb wieder losgehen kann.“ Die interessierten Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer werden jedoch auf keinen Fall vergessen. „Wir sind jetzt dabei, alles für den Beginn des Schuljahres 2021/2022 vorzubereiten“, informiert Julian Gorus. „Wir werden dann auch alle neuen Musikschüler rechtzeitig darüber informieren, wann für sie im September der Unterricht beginnt.“

Die Violine ist in der Domstadt im Kommen

Gefreut hat er sich besonders darüber, dass sich nun auch Interessentinnen für den Violinenunterricht in Havelberg gefunden haben. Nachdem dieses Fach in der Domstadt jahrelang unbesetzt geblieben ist, haben sich 2020 zunächst zwei Frauen gefunden, die das Spiel mit diesem Instrument gerne beherrschen beziehungsweise weiter ausbauen möchten. „Und eine dritte Anmeldung liegt mir auch schon vor. Es wäre toll, wenn das so weiter geht. Größere Kapazitäten bestehen jetzt übrigens auch wieder für den Unterricht auf dem Schlagzeug“, berichtet Julian Gorus. „Da können wir wieder neue Schüler gebrauchen.“ Natürlich aber ebenso für alle anderen Instrumente.

Kleine Vorspiele sind wieder erlaubt

In kleinerem Rahmen sind übrigens ab sofort auch wieder Konzerte erlaubt. „Bis zum Beginn der Sommerferien ist die Zeit allerdings zu kurz, um da noch irgendwas vorzubereiten. Aber mit dem Beginn des neuen Schuljahres denken wir zum Beispiel über Klassenvorspiele nach. Auch in der Aula des Schulzentrums. Denn lange Zeit mussten wir auf diese Art Veranstaltungen verzichten. Schüler, Eltern und andere Musikfreunde haben solche Auftritte vermisst. Sie werden wiederkommen“, ist sich Julian Gorus sicher.