Sanierung beginnt

Neues Gebälk unter dem Dach des Kirchturms

Nach langen Vorarbeiten beginnen nun die Bauarbeiten am Schönhauser Kirchturm.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt

Schönhausen l In den letzten Tagen wurden eine Zuwegung geschaffen und die Gerüste aufgebaut. In 31 Meter Höhe befindet sich die letzte von 15 Etagen, auf denen die Arbeiter stehen werden. Die meisten Arbeiten erfolgen allerdings im Inneren.

Das Turmdach soll saniert, Glockenstuhl und Treppenanlagen erneuert werden. Außerdem wird das Innere des Turmes zukünftig durch Schallluken besser vor Witterungseinflüssen geschützt.

Noch ist nicht ganz sicher, in welchem Umfang das 400 000-Euro-Vorhaben im ersten Bauabschnitt verwirklicht werden kann. Beteiligt sind an der Finanzierung neben dem Bund auch das Land Sachsen-Anhalt, der Kirchenkreis Stendal und die Kirchengemeinde Schönhausen. Einige fehlende 10 000 Euro müssen noch eingeworben werden.

Die Zimmerer aus Hohengöhren beginnen nächste Woche mit der Arbeit. Zunächst muss Hartmut Wagener allerdings eine Dokumentation für den Denkmalschutz erstellen. Sind Zeichnungen und Fotos gemacht, werden die Glocken ausgehängt und eine Etage höher gelagert. Das Dach wird zur Dachstuhlerneuerung erst später abgedeckt – möglichst lange soll der Turm regendicht sein.

In weiteren Bauabschnitten soll die Sanierung des Turmes bis in den Bereich der Grablege fortgesetzt werden. Dafür bereitet die Kirche Gespräche über die Finanzierung vor.

„Ich bin froh, dass wir mit einheimischen Firmen einen weiteren Schritt gehen, um das uns anvertraute romanische Denkmal für die kommenden Generationen zu erhalten“, erklärt der Gemeindekirchenratsvorsitzende Thomas Roloff. Es werde immer wieder deutlich, dass „wir gemeinsam noch viele Jahre brauchen, um die Bauunterhaltung der Kirche auf einen zufriedenstellenden Stand zu bringen“.