Warnau l Eigentlich sollte am 1. Mai das Frühlingsfest auf dem Warnauer Kirchberg gefeiert werden. Doch machte die Pandemie das unmöglich. „Wie wollen wir nun verfahren?“ fragte Ortsbürgermeister Jörg Busack am Dienstag auf der Sitzung des Ortschaftsrates. Man könnte die weitere Entwicklung der Pandemie abwarten und dann vielleicht ein kleineres Fest organisieren oder es mit dem Verbrennen der Weihnachtsbäume im Januar kommenden Jahres verbinden. Oder man verteilt das Geld an die Vereine.

Ein kleineres Fest zu planen sei problematisch, warnte Ursula Rensmann, müsse man dann doch noch Künstlern absagen, würden womöglich Kosten entstehen. Der Rat sollte zu gegebener Zeit dazu entscheiden, riet Harald Henningsen. Das Fest könnte man mit den Vereinen organisieren oder das dafür eingeplante Geld im November an diese aufteilen.

Verschiedene Alternativen

Mit wenig Geld und Aufwand könne man zum Beispiel beim Oktoberfeuer viel bewirken, riet Sabine Schulze. Auch ein Erntedankfest wäre eine Option, ergänzte Heidrun Maas. Man sollte auf der kommenden Sitzung darüber entscheiden, erklärte Ursula Rensmann. Sie würde das Martinsfest favorisieren, da im November ohnehin nicht viel stattfindet. Damit habe sie gute Erfahrungen gesammelt.

Als Gast durfte auch Iris Walther vom SSV-Vorstand das Wort ergreifen. Sie meinte ebenfalls, dass man im November entscheiden sollte. Natürlich würden sich die Vereine freuen, wenn sie das Geld bekämen. Zum Beispiel hat der Sportverein SSV laufende Kosten wie die Pachten für den Mehrzweckraum oder den Fußballplatz zu begleichen, aber ohne Spielbetrieb kaum Einnahmen. Auch die Jubiläumsfeier – der SSV wird 20 Jahre alt – ist erst einmal auf Eis gelegt. Eventuell könnte man zum Saisonstart der Fußballer im August feiern, aber das sei derzeit noch unklar, ergänzte SSV-Vorsitzende Carmen Thiel.

Zu hohes Tempo an der Bushaltstelle

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Umleitung, welche wegen der Sperrung von Sandau durch den Ort führt. Er habe zwei Überwege an den Bushaltestellen beantragt, welche aber abgelehnt worden waren, berichtete der Ortsbürgermeister. Ebenso der Vorschlag, den gesamten Ort zur Tempo-30-Zone zu machen.

Vor allem die Lastwagen haben ein hohes Tempo, wenn sie aus Richtung Rehberg in die Ortschaft fahren. In dieser Straße wohnen immerhin 18 Kinder, fast wäre es auch schon zu einem Unfall gekommen. Sie würde es begrüßen, wenn an der rege frequentierten Haltestelle in dieser Straße auch nach der Umleitung das Tempo auf 30 Stundenkilometer reduziert wäre.

Sabine Schulze schlug vor, an den Seiten Wimpelketten aufzuhängen, damit die Fahrer ihren Fuß vom Gaspedal nehmen.