Scharlibbe l In der Hauptstraße, Höhe Jugenclub/Feuerwehr, stand am Sonntag alles unter Wasser. Die örtliche Feuerwehr rückte aus und auch die Kameraden aus Klietz kamen, konnten aber nach kurzer Rücksprache wieder abfahren. Die großen Wassermassen konnten von der Straßenentwässerung nicht aufgenommen werden und flossen in Richtung Schönfeld auf das Grundstück in der Hauptstraße 37a am Ende des Ortes. Hier standen der Garten und Teile des Hofes unter Wasser. Die Familie war auch während der Flut 2013 stark betroffen und auch bei Starkregen fließt das Wasser auf das Grundstück – Beschwerden führten bislang zu keinem Ergebnis.

Die B 107 musste für einige Stunden halbseitig für den Verkehr gesperrt werden. Die Kameraden der Feuerwehr Scharlibbe regelten den Verkehr.

Die Feuerwehr informierte die Stadtwerke Havelberg über den Schaden. So konnten der Bereitschaftsdienst die nahe des Rohrbruchs liegenden Absperrventile mit Hilfe der Feuerwehr schließen. Allerdings nicht komplett. Deshalb mussten zwei Hauptventile der Ringleitung abgedreht werden. Für die Anwohner der Haupt-und Bahnhofstraße sowie der Straße „Am Deich“, teilweise „Meisterberg“ und die Straße zur Mühle – also fast 90 Prozent des Ortes – bedeutete das: kein Wasser! Abends stellten die Stadtwerke einen 1000-Liter Wassertank bereit, so dass sich die Dorfbewohner von hier Trinkwasser holen konnten. Hätten die nahe liegenden Absperrventile korrekt geschlossen, wären nur einige Anwohner nahe der Bruchstelle ohne Wasser geblieben.

Bilder

Schon dreimal gebrochen

Dorfbewohner berichten, dass in den zurückliegenden vier Jahren die Wasserleitung schon dreimal gebrochen ist. Das bestätigt Rainer Pieper, bei den Stadtwerken Abteilungsleiter Energie/Wasser. Woran das liegt, sei schwer zu sagen. In Scharlibbe wurden Anfang der 90-er Jahre – wie es damals üblich war – Wasserleitungen aus PVC verlegt. Heutzutage ist es mit PE ebenfalls ein Kunststoff, aber flexibler. Aber es gebe auch noch ältere Wasserleitungen, bei denen es keine Probleme gibt.

Noch am Sonntag wurde eine Stendaler Firma mit der Reparatur des Schadens beauftragt. Sie musste gestern früh zunächst erst einmal schachten, um an die schadhafte Stelle heran zu kommen. Zum Vorschein kam ein Längsriss. Bis zum Abend soll das Stück Rohr ausgetauscht sein.