Sandau l Viele Ziegel zu schneiden hatten die Dachdecker, welche das halbrunde Apsisdach eindeckten, welches oben spitz zuläuft. Das hielt natürlich etwas auf. Zudem mussten alle Übergänge zum Gemäuer der Kirche verputzt werden, weshalb kein Frost herrschen durfte. Eingedeckt wurde in der Vorwoche parallel dazu die Südsakristei, von welcher der komplette Dachstuhl erneuert werden musste. Denn nach dem Beschuss zum Kriegsende war dieser nur provisorisch saniert worden.

Zum Glück hielten sich hier die Holzschäden in Grenzen, so dass die Kirchgemeinde als Bauherr mit dem veranschlagten Geld auskam. Was ja beim Dach des Hauptschiffes im ersten Bauabschnitt bekanntlich nicht der Fall gewesen war. Hier mussten so viele vom Echten Hausschwamm befallene Balken ersetzt werden, dass der für die komplette Dachsanierung veranschlagte Kostenrahmen von 600.000 Euro bereits ausgeschöpft wurde. Mit dem Landkreis fand sich zum Glück ein weiterer Geldgeber, welcher Mittel aus dem Programm „LandAufSchwung“ zum Aufstocken zur Verfügung stellte, zudem wurde für den nötigen Eigenanteil ein Kredit aufgenommen.

Die Seitenschiffe werden später eingedeckt

Insgesamt kostete die Dachsanierung am Ende somit um die 800.000 Euro, war von Peter Bussse, dem Vorsitzenden des Kirchgemeindeverbundes Sandau, zu erfahren. Mit der Arbeit der Handwerker war er sehr zufrieden.

Allerdings ist damit die Dachsanierung der Stadtkirche noch längst nicht abgeschlossen, denn auch die beiden Seitenschiffe müssen noch neu eingedeckt werden. Doch drängt dies Vorhaben nicht mehr so sehr, so dass Zeit zum weiteren Beantragen von Fördermitteln sowie zum Sammeln von Spenden für den Eigenanteil bleibt. Beim Dach des Kirchenschiffs war hingegen Eile geboten, denn es hatte hier bereits über längere Zeit durchgeregnet.

Ziegel kamen etwas später

Die Dachdecker aus Roßdorf bei Genthin waren etwas in Zeitverzug geraten, da sich die Auslieferung der Ziegel etwas verzögert hatte. Eigentlich sollten sie im Vormonat fertig werden, jetzt steht der 13. Dezember als Termin. An dem Tag kommen die Gerüstbauer und bauen die Rüstung ab.

Im kommenden Jahr wird dann wieder im Kirchturm gearbeitet, im elften Bauabschnitt werden unter anderem das Portal in der Turmhalle und eine Rauchschutztür am Fahrstuhl eingebaut sowie das noch fehlende Geländer in der Glockenstube ergänzt. Weiterhin wird gefliest und erhält die Orgelempore eine Beleuchtung.