Sandau/Havelberg l Wenn der Rat der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land am 23. Januar zusammentritt, gibt es auch eine weitere Diskussion über die Schulentwicklungsplanung. Die muss in diesem Jahr neu festgelegt werden, gültig ist sie dann ab Sommer kommenden Jahres. In den Ausschüssen wurde schon vielfach diskutiert.

Eine Frage schwebte dabei immer im Raum: Was wird mit den Schülern aus dem Quappenwinkel, die in Sandau beschult werden? Territorial gehören sie zur Einheitsgemeinde Havelberg, sie gehen aber in der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land zur Schule. Bürgermeisterin Steffi Friedebold hatte mehrfach informiert, dass sie vom Bürgermeister der Stadt Havelberg schriftlich vorzuliegen hat, dass die Schüler künftig nicht mehr in Sandau, sondern in Havelberg zur Schule gehen sollen.

Dennoch gibt es mögliche Varianten zum Erhalt aller drei Schulen in Sandau, Klietz und Schönhausen, in denen die Schüler aus Garz, Warnau, Jederitz und Kuhlhausen mitgerechnet werden. Klietz und Sandau unterschreiten inden kommenden Jahren zum Teil die geforderten 60 Schüler beziehungswesie erreichen sie ganz knapp. Auch eine Änderung dder Schuleinzugsbereiche steht zur Diskussion.

Gegenüber der Volksstimme bekräftigte Bernd Poloski jetzt, dass sich am Fakt nichts geändert hat. „Es gibt keinen Grund, den vom Stadtrat gefassten Beschluss zu hinterfragen.“ Die Elternbefragung sei eindeutig für Havelberg ausgefallen. Intern in der Verwaltung habe man nach dem Verfolgen der Diskussionen im Elbe-Havel-Land nochmals über das Thema gesprochen. „Es ist sicherlich nicht erfreulich für die Verbandsgemeinde, aber unsere Position ist klar. So werden wir sie auch in der Stellungnahme formulieren, die wir beim Landkreis abgeben müssen. Der Stadtrat ist sich einig und wir wollen auch keine Hoffnung schüren, dass wir diesen Beschluss noch einmal in Frage stellen.“

Genug Platz auch im Hort

Genug Platz für die zusätzlichen Kinder gibt es in der Havelberger Grundschule. Auch im Hort, erklärt der Bürgermeister. 180 Plätze sind genehmigt, derzeit sind 160 bis 170 belegt, „wir haben also genug Platz“.

Laut Stand der Meldedaten vom Juli 2018 werden 2019 sechs Kinder aus dem Quappenwinkel eingeschult, 2020 dann sieben und in den dann folgenden zwei Jahren je vier Kinder.