Havelberg l Im Rahmen ihrer praktischen Einsatztauch- und Signalmann-Ausbildung haben die Mitglieder der Tangermünder Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Havelberger Winterhafen auch die Verankerung eines Stegs gelöst. Der Steg gehört zum Yachthafen der Havelberger Inseltouristik (HIT) und war auf der Höhe der Wasserschutzpolizei von der Uferpromenade aus zugänglich. An diesem Steg konnten bisher die über 1000 Yachten, die in jeder Saison die Domstadt Havelberg ansteuern, ihre Fäkalien fach- und umweltgerecht entsorgen.

Stadt hat Bedarf für den Liegeplatz

„Die Stadt Havelberg hat jetzt Bedarf für diesen Bereich angekündigt und daher mussten wir den Steg dort entfernen. Er wird nun an unsere bestehende Steganlage des Yachthafens fest angekoppelt und somit haben wir dann einen 170 Meter langen Anlegesteg für die Wassertouristen“, freut sich der Chef der HIT Sebastian Heldt. Entlang der Uferpromenade baut ein Betreiber einen neuen Anleger für Hausboote. Dieser Neumieter übernimmt an seinem Steg dann auch die Fäkalienannahme der Yachten des Yachthafens.

Mehr Anlegeplätze im Yachthafen

Nach dem Lösen der Verankerung des etwa 25 Meter langen Stegs wurde dieser an die bestehende Anlage der HIT gefahren und dort verankert. Ehrenamtlich sind jetzt die Senioren Jürgen Welle und Torsten Sprengel dabei, die Ankopplungsarbeiten zu erledigen. „Hier, auf der zum Winterhafen gelegenen Seite, kommen die Ausleger noch weg, um so größeren Schiffen, die längsseits anlegen müssen, Platz zu bieten. Einige defekte Ausleger müssen wir noch austauschen. Durch den Anbau stehen nun auch mehr Anlegeplätze für Boote unter einer Länge von acht Metern zur Verfügung“, so Jürgen Welle. Zusätzlich zu der Stegverlängerung werden etwa 40 Meter der Anlage modernisiert, um den Freizeitkapitänen eine gewisse Sicherheit zu bieten.

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Auch noch Arbeit unter Wasser

Für die Beplankung des Stegs haben Dauerlieger ihre Hilfe angeboten. Jürgen Welle und Torsten Sprengel müssen einen Teil der Arbeiten auch vom Boot aus verrichten, denn die angedockten und erneuerten Hölzer werden fest verschraubt. Auch unter Wasser gibt es noch Kleinigkeiten zu erledigen, denn Ankerketten liegen noch an den Anlegeplätzen im Weg. „Das Wetter kommt uns sehr gelegen, denn bis zum Saisonbeginn sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein“, blickt Sebastian Heldt voraus.

Zu Höhepunkten wurde es immer eng

Gerade zu besonderen Höhepunkten, wie etwa zum Hafentriathlon, zum Bootskorso und zum Pferdemarkt, wurde es oft eng am Yachthafen und Hafenmeisterin Sigrid Weidenbach musste Anlegewünsche absagen.