Havelberg l Sieben Sekundarschüler und Gymnasiasten hatten sich am Donnerstag für den Zukunftstag für Mädchen und Jungen (Girls Day) das Havelberger KMG Klinikum ausgesucht. Hier empfing Sandra Braun, Praxisleiterin für Ausbildung, die jungen Gäste gemeinsam mit der Auszubildenden Isabell Heinrich, um ihnen das Krankenhaus und die Berufe im Gesundheitswesen vorzustellen. Von der Anmeldung über Küche, Wäsche und Reinigungskräfte bis hin zu verschiedenen Abteilungen und dem Medizinischen Versorgungszentrum bekamen sie einen Einblick in die Arbeit des Krankenhauses. Auch beim Anlegen eines Verbandes bei einer Patientin waren sie mit dabei und Dr. Paul Blaschke zeigte, wie der Ultraschall funktioniert.

Genau das war auch das Ziel der Schüler, die in den Klassenstufen 6 bis 8 des Gymnasiums und der Sekundarschule lernen und erfahren wollten, wie der Krankenhausbetrieb abläuft. Ob sie einmal einen Beruf im Gesundheitswesen ergreifen wollen, wissen die meisten noch nicht. „Ich wollte einfach mal sehen, was hier so passiert, was alles dazu gehört“, sagte Mayra Hünemörder. Ähnlich wie die Sechtsklässlerin der Sekundarschule äußerten sich Annemarie Böhm aus der 6. und Nancy Reinecke aus der 8. Klasse der Sekundarschule sowie John Wegner aus der 7. Klasse des Gymnasiums. Josephine Bauer aus der „8.“ geht vor den Sommerferien zum Schülerpraktikum in den Kindergarten. Dann hat sie in zwei Berufe hineingeschnuppert und kann vielleicht schon eine Entscheidung über ihre berufliche Zukunft fällen. Carlotta-Sofie Kutsche aus der 7. Klasse des Gymnasiums könnte sich vorstellen, Ärztin zu werden. Ihre Mitschülerin Josie Schröder ist interessiert an einem Medizinstudium. „Da muss aber alles mit den Noten passen.“

Weiterbildungen möglich

Dass die Zensuren auf dem Abiturzeugnis künftig nicht mehr allein der ausschlaggebende Punkt für ein Medizinstudium sein sollen, berichtete der Geschäftsführer des KMG Klinikums Havelberg, Ingo Engelmeyer, den Schülern. Er befürwortet das, denn Noten allein sagen nicht alles, ob jemand tatsächlich den Arztberuf als Berufung sieht und ihn so ausübt. „Ich finde es gut, dass heute so viele Schüler hier sind. Der Zukunftstag vermittelt einen ersten Eindruck über einen Beruf.“ Im KMG Klinikum Havelberg ist es jederzeit möglich, ein freiwilliges Praktikum zu absolvieren, berichtete Sandra Braun. Wer Interesse hat, kann sich gern melden. Gerade hat sie mit zwei Auszubildenden für das im Oktober beginnende neue Ausbildungsjahr in der Gesundheits- und Krankenpflege die Verträge geschlossen. 15 Bewerbungen hatte es gegeben.

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Isabell Heinrich, Auszubildende im zweiten Jahr, berichtete den Schülern, dass für sie schon recht früh feststand, dass sie Krankenschwester werden möchte. „Meine Mama hat viele Jahre hier im Krankenhaus gearbeitet und mein Opa war ein Pflegefall. Ich bin mit dem Thema groß geworden. Der Beruf macht mir sehr viel Spaß. Man lernt vieles kennen und kann sich jederzeit weiterentwickeln und weiterbilden. Und von den Patienten kommt immer viel zurück.“ Lehrtätigkeit, Bereichsleitung, Fachpflegekraft, Bachelor- und Masterstudium nannte Ingo Engelmeyer als Beispiele für Weiterbildungen. „Es gibt viele Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln. Und man hat immer und überall mit Menschen zu tun.“