Klötze l Dem guten Sommerwetter sei Dank: Die Besucherzahlen in den städtischen Freibädern sind im Vergleich zum Vorjahr signifikant angestiegen. Bürgermeister Matthias Mann zog am Mittwochabend bei der Sitzung des Stadtrates Bilanz über die am 6. September beendete Saison 2015.

Demnach wurden im Klötzer Waldbad in diesem Jahr insgesamt 16 626 Gäste verzeichnet. 2014 waren es 14 575. Das ist ein Plus von 2051. Das Kunrauer Freibad wurde in diesem Jahr von 8247 Menschen besucht. 2014 waren es 7947. Das ist ein Plus von immerhin 300.

Bäder in Brome und Beetzendorf werden beheizt

Allerdings hinken diese Zahlen im Vergleich zu den benachbarten Bädern in Beetzendorf und Brome, die beide im Gegensatz zu Klötze und Kunrau beheizt werden können, hinterher. So strömten in das Beetzendorfer Stölpenbad bis zum gestrigen Tage rund 26 000 Gäste und im Bromer Freibad waren es bis zum 13. September 32 106. Das sind aber noch keine endgültigen Zahlen, da die Saison in Beetzendorf noch bis zum 30. September dauert und in Brome wohl noch bis zum morgigen Sonntag, wie die Volksstimme jeweils auf Nachfrage erfuhr.

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Keine Überraschung ist, dass die Freibäder in Klötze und Kunrau trotz der guten Besucherzahlen auch in diesem Jahr ein Defizit aufweisen. Denn selbst die höheren Einnahmen können die Kosten für Personal und Unterhaltung nicht auffangen. Für Klötze, so informierte der Bürgermeister, muss die Stadt zum Ausgleich 84 600 Euro aufbringen, für Kunrau 63 400 Euro. Pro Gast beträgt der Zuschuss für Klötze somit 5,22 Euro (2014: 4,88 Euro) und für Kunrau 7,69 (2014: 6,59 Euro). Beim Klötzer Waldbad stehen Einnahmen von 24 400 Euro Ausgaben von 109 000 Euro gegenüber. Beim Kunrauer Freibad belaufen sich die Einnahmen auf 11 300 Euro und die Ausgaben auf 74 700 Euro. Alles in allem ergibt sich finanziell also ein Minus von zusammen 148 000 Euro. „Das muss man einfach so zur Kenntnis nehmen“, meinte der Bürgermeister. Wohl wissend, dass mit Freibädern so gut wie nirgends Kasse zu machen ist, sprich, kein Gewinn zu erzielen ist.

Den einzigen Wortbeitrag zum Thema lieferte aus der Runde des Stadtrates Uwe Harms (CDU): „Beide Freibäder“, davon hat er sich persönlich überzeugt, „haben eine hohe Qualität.“ Die steigenden Besucherzahlen im Klötzer Freibad haben seiner Ansicht vielleicht auch etwas damit zu tun, dass in Kakerbeck mit einem Schild für die Freizeiteinrichtung sowie den daneben befindlichen Caravan-Stellplatz geworben wird. Er würde sich deshalb wünschen, auch rund um Brome an der B 248 ein solches Schild aufzustellen, um dadurch eventuell den Bekanntheitsgrad des Kunrauer Freibades zu steigern. „Das würde sich bestimmt positiv auswirken“, schätzte Uwe Harms ein.