Klötze/Kunrau l Emsiges Arbeiten am Freitagvormittag im Klötzer Waldbad. Während Heinz Köhler die Rasenflächen mähte, kümmerte sich Schwimmmeister Roland Gille um die Becken. Mit Silikon dichtete er Fugen am Rand des Nichtschwimmerbeckens ab. Das Wasser ist dort bereits eingelaufen. Auf dem Grund des Beckens zeichnete sich eine gut sechs Meter lange Spur ab.

„Wir haben den Riss aus dem vergangenen Jahr abgedichtet“, erläuterte Roland Gille die Spur. Die Ursache dafür konnte noch nicht ausgemacht werden. Der Riss war während der laufenden Saison plötzlich aufgetaucht. „Das Bad ist vor 24 Jahren umgebaut worden. Da müssen wir mit solchen Schäden rechnen.“ Irgendwann sei eine Grundsanierung der kompletten Anlage nicht mehr zu vermeiden.

2500 Kubikmeter für ein Becken

Noch trocken liegt das große Schwimmerbecken. „Auch dort mussten wir einige Stellen abkleben. Jetzt muss noch frische Farbe drauf“, kündigte Roland Gille an. Anschließend werde die Oberfläche mit herkömmlichen Reinigungsmitteln abgesäuert, damit die rostigen braunen Stellen verschwinden. Dann kann auch das große Becken volllaufen. Zwischen 2500 und 2800 Kubikmeter Wasser passen da rein, wusste der Schwimmmeister.

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Direkt vor der Rutschbahn sind zwei Stellen auf dem Weg aufgeschachtet. „Dort mussten wir nach einer undichten Stelle an den Wasserrohren suchen“, erklärte Roland Gille. Der angrenzende Keller war immer wieder nass geworden. Das Leck konnte inzwischen gefunden und abgedichtet werden. „Ich hoffe, dass nun alles geflickt ist“, sagte er.

In Ordnung ist dagegen noch alles im Sanitärbereich. Das Wasser in den Duschen ist bereits angestellt, alles ist dort vorbereitet für die bevorstehende Badesaison. Die Räume müssten nur noch gereinigt werden.

„Vom Grundsatz ist hier im Waldbad wieder alles in Ordnung“, fasste Roland Gille zusammen. Lediglich die genannten und weitere kleinere Arbeiten müssen noch erledigt werden. Dazu zählt das Streichen der Geländer und das begonnene Mähen der Freiflächen.

Wann das Bad für die Besucher öffnen wird, ist noch nicht entschieden. Roland Gille: „Das hängt vom Wetter ab. Steigen die Temperaturen dauerhaft, gibt der Bürgermeister sein Okay und wir machen die Türen auf. Das wird irgendwann im Mai sein.“

Planschbecken in Kunrau ist rutschig

Derweil hat auch in Kunrau der dortige Verantwortliche Fred Steffens alles im Griff. Nach Ostern hat er damit begonnen, im Freibad für Ordnung zu sorgen. Die Grundreinigung ist fast abgeschlossen. An ausgewählten Stellen sorgen Blumen für einen schönen Blickfang. Einzig farbige Streifen im und am Schwimmerbecken will Steffens nochmal übermalen. Auch der Rasen sprießt schon und muss gemäht werden. „Es soll ja alles vernünftig aussehen“, sagt Steffens. Zudem soll über die Filterrohre noch eine Folie kommen. Weiterhin glatt ist der Boden im Planschbecken. Anti-Rutsch-Matten, so weiß der Rettungsschwimmer, kommen aber wohl nicht infrage, da diese nicht kleben bleiben.

Es wird nach einer anderen Lösung gesucht. Steffens geht davon aus, in der nächsten Woche das Wasser in die Becken einleiten zu können. Das dauert in der Regel fünf Tage und Nächte. Von dem Geld, 325 Euro, das Kunden der Sparkasse gespendet haben, sollen laut Steffens drei Pavillons gekauft werden, damit diese für Schatten sorgen.