Friedhofsproblem

Barrierefrei zu den Gräbern: Immekather Ortschaftsrat beschäftigt sich mit dem Thema Friedhof

Das barrierefreie Erreichen der Grabstellen im östlichen Bereich des Immekather Friedhofes ist ein Problem. Einwohner Uwe Werner ist davon selbst betroffen, wenn er zum Familiengrab seiner Eltern möchte. Nun war dsa Thema im Ortschaftsrat.

Von Henning Lehmann
Uwe Werner  (links) trug seine Vorstellungen über die Barrierefreiheit dem Immekather Ortschaftsrat sowie den  Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels (rechts) vor.
Uwe Werner (links) trug seine Vorstellungen über die Barrierefreiheit dem Immekather Ortschaftsrat sowie den Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels (rechts) vor. Foto: Henning Lehmann

Immekath - Der Immekather Friedhof ist in regelmäßigen Abständen ein Thema im Ort. Nach dem im Frühjahr serienweise Rehe die Stiefmütterchen von zahlreichen Gräbern abgefressen haben, ist nun der barrierefreie Zugang zu den Gräbern im erhöhten Ostteil des Friedhofes ein Thema. Das Problem versuchten am Donnerstag Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels mit den Stadtangestellten Gordon Strathausen, Clemens Paul Berlin sowie der Immekather Ortsbürgermeister Peter Gebühr mit dem Ortschaftsrat bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin zu lösen.

Ungepflasterter steiler Weganstieg

Uwe Werner, der gesundheitlich gehandicapt ist, muss zum Grabbesuch seiner Eltern einen großen Umweg auf dem Friedhof nehmen. Denn der erste, kürzere Zugang zum Familiengrab ist eine Treppe und damit nicht barrierefrei, betonte der Immekather bei dem Vor-Ort-Termin. Er muss einige Meter weiter laufen, um dann einen ungepflasterten steilen Wegaufstieg zu nehmen. Das Problem ist schon seit geraumer Zeit bekannt. Denn nach dem Tod seines Vaters konnte er mit der damals noch lebenden und inzwischen auch schon verstorbenen Mutter, die auf den Rollstuhl angewiesen war, nicht zum Grab gelangen, weil der einzige Weg dorthin zu steil war.

Stadtbürgermeister Uwe Bartels und Ortsbürgermeister Peter Gebühr sicherten vor Ort eine Lösung des Problems zu. Doch es ist alles eine Frage des Geldes, so Bartels und Gebühr. Für beide Kommunalpolitiker ist die denkbarste Lösung, Gelder für einen barrierefreien Friedhof zu bekommen, das Integrierte Gemeindliche Entwicklungskonzept (IGEK). Nur so könnte das Problem beseitigt werden. Darüber waren sich alle vor Ort einig. Uwe Werner forderte auch keine angebotene Notlösung mit einer Schotterbefestigung auf dem vorhandenen Erdweg.

Einwohner wird zu Planungen eingeladen

„Ich kann auch noch zwei, drei Jahre warten, bis die Maßnahme beendet ist. Aber fünf und mehr Jahre sollte die Maßnahme nicht dauern“, machte er den Anwesenenden klar.

Ortsbürgermeister Peter Gebühr versprach, ihn zu den Planungen mit einzuladen. Dann könne er seine Vorstellungen zur Barrierefreiheit miteinbringen. Der Immekather betonte zudem, dass der gesamte Ortschaftsrat hinter der Maßnahme stehen und sie auch durchsetzen werde. Solange bleibt erst einmal alles beim Alten auf dem Friedhof des Ortes. Das ist das Fazit des Gesprächs.