Verbandsgemeinde-Wehrleitung soll nach kommissarischer Tätigkeit am 26. Oktober vom Rat bestätigt werden

Bert Juschus: Tolle Kooperation von Beginn an

Von Anke Pelczarski

Nach gut eineinhalbjähriger kommissarischer Arbeit soll die Verbandsgemeinde-Wehrleitung am 26. Oktober offiziell ins Amt berufen werden. An der Spitze steht erneut Bert Juschus, dem die Ortswehrleiter ihr Vertrauen schenkten.

Beetzendorf l "Als ich die Funktion kommissarisch übernahm, wusste ich, dass vieles zu meistern ist. Womit ich nicht gerechnet habe, war, dass die Zusammenarbeit mit meinen Stellvertretern vom ersten Tag an geklappt hat. Das hat mich positiv überrascht", sagt Bert Juschus, seit 1983 "Feuerwehrmann mit Leib und Seele", wie er selbst sagt, und seit 1986 in Führungspositionen tätig. Jeder habe gewusst, worum es gehe.

Die Idee war, in jeder Großgemeinde einen Stellvertreter für den Feuerwehrbereich zu haben. "Das bedeutet den direkten Draht zu den Wehren", macht Bert Ju-schus deutlich. In den ersten Monaten seien unter anderem Ronny Kluge (Wehr Bandau), Lutz Lüdke (Dolsleben), Lars Hüttenberndt (Hanum) und Werner Serien (Siedenlangenbeck) gute Partner gewesen. Die vier hätten jedoch für die Wahl, die in den Wehren der Großgemeinden stattgefunden haben, nicht mehr kandidiert. Dadurch habe es personelle Änderungen gegeben (siehe nebenstehender Infokasten).

Der Verbandsgemeinde-Wehrleiter wurde von den Wehrleitern während einer nichtöffentlichen Sitzung in Wallstawe gewählt. Die Gemeinde habe für diese Beratung das Dorfgemeinschaftshaus unentgeltlich zur Verfügung gestellt, bedankt sich Bert Juschus bei Bürgermeister Frank Wulff. Ein herzliches Dankeschön sagte er seinen Stellvertretern und deren Familien, seiner eigenen Familie und seinem Arbeitgeber Harald Könnig.

"In den knapp zwei Jahren haben wir es geschafft, einen vernünftigen Haushalt zu erarbeiten", blickt der 44-Jährige zurück. Zwei Fahrzeuge konnten beschafft werden. "Damit sind wir erst mal auf einem guten Stand", meint Juschus. Notwendig gewesen sei, wichtige Satzungen für das Wirken in der neu gebildeten Verbandsgemeinde zu erarbeiten. "Wir hatten Mitspracherecht. Unsere Ideen sind mit eingeflossen."

Die Standortausbildung in den Wehren klappe hervorragend. "Wichtig ist, dass die Gemeindefeuerwehr einsatzbereit ist, wenn wir alarmiert werden", macht Bert Juschus seine Sicht deutlich.

Er verweist auf die gute Zusammenarbeit mit den beiden größeren Betrieben in der Region. "In Sachen Feuerwehrarbeit ergänzen wir uns sehr gut mit der Glunz AG. Die Nettgauer Kameraden werden jetzt mit Piepern ausgestattet, um rasch mit vor Ort sein zu können", sagt der Beetzendorfer. Die Firma Storengy in Ellenberg unterstütze bei der Ausbildung. "Wir hatten schon drei Treffen in diesem Jahr, lassen uns die möglichen Szenarien erklären", fügt er hinzu.

Ein Schwerpunkt der Arbeit sei die Risikoanalyse, die derzeit erarbeitet werde. "Für die Fahrzeuge wird mit einer Nutzungsdauer von 25 Jahren gerechnet. Wenn man bedenkt, dass die neueren in den Jahren 1990/91 angeschafft wurden, besteht dort bald Handlungsbedarf", sagt Bert Juschus. Lobenswert sei der freiwillige Materialtransfer in den Wehren. Die Wallstawer hätten einen Rohrkrümmer übrig gehabt, den Recklingen dringend brauchte, nennt er ein Beispiel. Das Weitergeben sei kein Problem.

Richtig gut laufe die Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde: mit Bürgermeisterin Christiane Lüdemann, mit Winfried Arndt, der unter anderem für die Wehren zuständig ist, mit Viola Zipperling, die sich um Bauangelegenheiten kümmert, mit Vize-Bürgermeisterin Eva-Maria Benecke. Froh sei er auch, dass sich der Feuerschutzausschuss um seinen Vorsitzenden Frank Dietrich so intensiv mit der Thematik beschäftigt.

Als nächstes steht die nächste Haushaltsplanung an. Und auch die Ausrückeordnung muss weiter optimiert werden.