Klötze l Seit Monaten wird in der Klötzer Kernstadt gebuddelt, um die Rohre für das neue Glasfasernetz in die Erde zu kriegen. Damit will die Avacon Netz GmbH schnelles Internet in die Purnitzstadt bringen. Die Stadt Klötze ist Partner bei dem Pilotprojekt. Im Januar erfolgte der erste Spatenstich, nun befinde sich der Ausbau auf der Zielgeraden, wie das Unternehmen Avacon informiert. „Mehr als 80 Prozent der Trassen wurden im Tiefbau bereits hergestellt. Es fehlen noch der Bereich Klötze Süd und ein Teil der Oebisfelder Straße“, heißt es in der Mitteilung zum aktuellen Stand der Dinge. Im Innenstadtbereich seien die meisten Trassen bereits fertig. Derzeit würde man die Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen zusammenführen.

Bislang 40 Kilometer Tiefbau

Im Einsatz seien fünf Trupps mit insgesamt 50 Arbeitern. Sie hätten bislang mehr als 40 Kilometer Tiefbau in den Straßen sowie gut zwei Kilometer an Hausanschlussleitungen fertiggestellt, wie berichtet wird. Große Baustellen wurden dabei bewusst vermieden. „Bei der Durchführung der Tiefbauarbeiten hat es sich bewährt, nicht die ganzen Straßenzüge oder Bereiche komplett zu sperren, sondern Abschnitt für Abschnitt abzuarbeiten“, blickt Projektleiter Norbert Hartmann von Avacon Connect zurück. Lokale Einschränkungen hätten zwar nicht vermieden werden können, doch die Verkehrsinfrastruktur im Stadtgebiet sei erhalten geblieben, heißt es vom Unternehmen.

Während des Ausbaus meldeten sich aber auch kritische Stimmen zu Wort. So bemängelten unter anderem Anwohner aus der Breiten- sowie der Ziegelstraße, dass sie nicht rechtzeitig über den Beginn der Bauarbeiten informiert worden seien (Volksstimme berichtete). Entsprechende Hinweisschilder seien zum Teil erst zwei Tage vor Baubeginn aufgestellt worden, Anwohner sollten morgens ihre Autos umparken, wie im Gespräch mit der Volksstimme berichtet wurde.

Dank für Verständnis der Anwohner

Dass es „vereinzelt auch zu verspäteten Informationen der Anwohner“ gekommen sei, räumte Avacon ein und bittet um Entschuldigung. Einzelne Abschnitte seien an den aktuellen Zeitplan angepasst worden, um schnell bauen zu können, wie das Unternehmen mitteilt. „Dadurch entstandene Unannehmlichkeiten bedauern wir sehr. Unser Bestreben war und ist, die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten“, ließ Projektleiter Norbert Hartmann wissen. Man bedanke sich für das Verständnis der Anwohner und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Klötze.

Neben Kritik hatte es aber auch Lob von Einwohnern gegeben. So bedankte sich ein Mann kürzlich während der städtischen Hauptausschuss-Sitzung für die Leistung der Arbeiter, die ohne Pause ihren Job machten. Ein anderer Anwohner versorgte sie mit Kaffee (Volksstimme berichtete). Wie geht es weiter? Im August wolle man mit dem Einblasen der Glasfaserkabel beginnen, teilt Avacon mit. Danach sollen die ersten Kunden angeschlossen werden. Bis Oktober sollen Tiefbauarbeiten sowie Kabelmontage abgeschlossen sein.