Vereinshaus neu saniert

Das Vereinshaus des Immekather Carnevals Clubs wird nach dem Brand 2019 endlich wieder zum Domizil

Bald sollen die umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten im Vereinshaus des Immekather Carnevals Clubs abgeschlossen sein. Erforderlich waren diese nach einem Brand im Jahr 2019. Ist alles fertig, soll es mit den Vorbereitungen für die neue Session weitergehen.

Von Tobias Roitsch
So viele bunte Sachen: Die Vorsitzende des Immekather Carnevals Clubs, Andrea Wesch, und ihr Vorstandskollege Tino Wille stehen zwischen den großen Regalen, in denen die zahlreichen Kostüme des Vereins hängen. Diese werden nun in einem großen Raum im Erdgeschoss des sanierten Vereinshauses aufbewahrt. Nach einem Brand im September 2019 ist im Gebäude einiges passiert.
So viele bunte Sachen: Die Vorsitzende des Immekather Carnevals Clubs, Andrea Wesch, und ihr Vorstandskollege Tino Wille stehen zwischen den großen Regalen, in denen die zahlreichen Kostüme des Vereins hängen. Diese werden nun in einem großen Raum im Erdgeschoss des sanierten Vereinshauses aufbewahrt. Nach einem Brand im September 2019 ist im Gebäude einiges passiert. Foto: Tobias Roitsch

Immekath - Die Immekather Karnevalisten sind auf der Zielgeraden: Ende Juli sollen die Arbeiten im Vereinshaus des Immekather Carnevals Clubs (ICC) abgeschlossen werden. Das sagte die Vorsitzende des Vereins, Andrea Wesch, vor Ort im Gespräch mit der Volksstimme. Damit endet dann ein Kapitel in der Vereinsgeschichte, das mit einem herben Rückschlag für den ICC begann. Denn die Arbeiten wurden erforderlich, nachdem es in der Nacht zum 1. September 2019 gebrannt hatte. Flammen und Löschwasser verursachten großen Schaden, viele Kostüme landeten im Müll. Das rote Backsteinhaus, das in der Dorfmitte steht und dem Verein gehört, trug Spuren davon.

Anschließend stellten sich die Mitglieder des ICC der Herausforderung, brachten ihr Domizil wieder in Schuss und verbesserten es sogar. Beseitigt wurden nicht nur die Brandschäden, für die die Versicherung aufkam. Das Haus wurde von oben bis unten auf Vordermann gebracht und eine Grundsanierung durchgeführt. Eine neue Heizung wurde eingebaut und die Elektrik modernisiert. Dafür griff der Verein auch in die eigene Kasse. Nach so langer Zeit auf der Baustelle zeigte sich Andrea Wesch nun froh darüber, dass alles bald geschafft sein wird. „Wir sind ja nicht im Vorstand, um zu renovieren“, sagte sie.

Die bisherigen Fortschritte präsentierte sie kürzlich gemeinsam mit ihrem Vorstandskollegen Tino Wille direkt im Gebäude. Größere Aufgaben übernahmen Profis von Handwerksfirmen, die sich zum Beispiel um das Malern, die Arbeiten am Dach, den Trockenausbau oder um Arbeiten am Fußboden kümmerten. „Mit den Firmen hat alles gut geklappt“, sagte Andrea Wesch.

Vereinsmitglieder beteiligen sich an den Arbeiten

Die meisten der Betriebe, die am Vereinshaus mitarbeiteten, stammen aus Immekath, sagte die Vorsitzende. Für Arbeitseinsätze der Mitglieder würden Firmen auch Technik zur Verfügung stellen, ergänzte Tino Wille. Im Dorf hält man eben zusammen. Kein Wunder, schließlich zählt der Verein aktuell zirka 360 Mitglieder - bei rund 530 Einwohnern im Dorf.

Doch die Karnevalisten waren ebenfalls nicht untätig. Insgesamt 23 Arbeitseinsätze fanden in den vergangenen Monaten statt, blickte Tino Wille zurück. Vereinsmitglieder packten etwa bei Abrissarbeiten mit an oder entfernten alte Tapete von den Wänden. „Die Mitglieder haben sich sehr gut beteiligt“, lobte Andrea Wesch und ergänzte: „Durch Corona gestaltete sich das schwieriger.“ Kontaktbeschränkungen, die zwischenzeitlich galten, ließen keine größeren gemeinsamen Aktionen zu. Doch auch einzeln ließ sich einiges bewegen. Etwa bei der Wasch-Aktion für Kostüme, die kistenweise mit nach Hause genommen wurden. Rund 75 Prozent der Textilien wuschen die Mitglieder daheim, das übrige Viertel ging in die professionelle Reinigung. Das passierte bei Stücken, die etwa zu groß für die Waschmaschine waren. „Das hat super geklappt“, freute sich Wesch. Nun rieche alles wieder gut.

Kostüme wieder ordentlich sortiert

Die sauberen und duftenden Textilien befinden sich nun ordentlich sortiert im Kostümfundus, der im Erdgeschoss in einem großen renovierten Raum mit schickem Holzfußboden eingerichtet ist. Dort stehen riesige Regale, Konstruktionen aus Metallstangen, in denen die Mäntel, Jacken, Kleider und andere Sachen auf Bügeln hängen. Die Auswahl ist beachtlich. Dabei seien es viel weniger Kleidungsstücke als vor dem Brand. Durchgezählt hätte sie noch nicht, so Andrea Wesch.

Mehr als die Hälfte der Hüte hätte man wegschmeißen müssen, wie es hieß. Einen Platz gefunden haben die verbliebenen Kopfbedeckungen – die Palette reicht von Strohhüten über Baustellen- bis hin zu Stahlhelmen – in einem hergerichteten Raum im Obergeschoss. Dort lagern auch die die besonders großen Kostüme, etwa das des Immekaters, der Vereinsmaskottchen ist. Einst waren es mal zwei kleinere Zimmer. Beim Umbau mussten einige trennende Wände im Haus weichen, um den vorhandenen Platz besser nutzen zu können.

Unten will der Verein noch einen Raum für die Technik einrichten. Nutzbar ist hingegen schon der große Näh- und Versammlungsraum, in dem es eine „Kreativecke“ mit einem gemütlichen Sofa zum entspannten Nachdenken gibt. Dieses sei eine Spende aus dem Ort.

Vielleicht wird dort schon bald am Programm für die neue Session gefeilt? Die soll nämlich stattfinden, wenn Corona es zulässt, verriet die Vorsitzende. Im Februar 2021 fiel die närrische Zeit in Immekath coronabedingt aus. Das Thema für den Neustart stehe schon fest, im Oktober könnten die Vorbereitungen starten. Doch vorher ist im September eine kleine Dankeschön-Feier für die Mitglieder geplant, damit die sich dann das fertige Vereinshaus des ICC anschauen können, blickte Andrea Wesch voraus.