Zukunftsvisionen

Der Ortschaftsrat in Immekath plant künftige Dorfprojekte

Die Umstrukturierung des Friedhofes, die weitere Verschönerung des Dorfplatzes, die Schaffung neuer Baugrundstücke im Dorf und noch einiges mehr. Die Liste des Immekather Ortschaftsrates mit Aufgaben für die Zukunft ist lang. Erstellt haben sie die Mitglieder des Gremiums während der jüngsten Sitzung.

Von Tobias Roitsch
Der Dorfplatz in Immekath ist ein Hingucker: In Zukunft sollte die Fläche weiter verschönert werden, etwa durch Frühjahrsblüher auf dem Grün. Das ist einer von vielen Punkten auf der Wunschliste des Ortschaftsrates für die Zukunft.
Der Dorfplatz in Immekath ist ein Hingucker: In Zukunft sollte die Fläche weiter verschönert werden, etwa durch Frühjahrsblüher auf dem Grün. Das ist einer von vielen Punkten auf der Wunschliste des Ortschaftsrates für die Zukunft. Foto: Tobias Roitsch

Immekath - Der Dorfplatz im Herzen von Immekath ist ein echter Hingucker. Eingerahmt wird die riesige Rasenfläche von großen Bäumen, es gibt überdachte Sitzbänke samt Tisch sowie eine bunt bepflanzte und liebevoll dekorierte Blumeninsel. In Zukunft könnte der Dorfplatz vielleicht noch schicker werden. Zumindest wünschen sich das die Mitglieder des Immekather Ortschaftsrates. Die hatten während ihrer jüngsten Zusammenkunft Aufgaben und Projekte aufgelistet, die aus ihrer Sicht in den kommenden Jahren in der Ortschaft in Angriff genommen werden sollten. Die Verschönerung des Dorfplatzes war dabei nur ein Punkt von vielen.

Beraten wurde dabei über das Integrierte Gemeindliche Entwicklungskonzept (IGEK) der Stadt Klötze. Über dieses wird aktuell in vielen Ortschaftsratssitzungen in der Einheitsgemeinde gesprochen. Die Gremien können Änderungsvorschläge machen. Beim IGEK, dessen erster Entwurf nun vorliegt, gehe es darum, was in Zukunft in den Dörfern geschehen soll, fasste Immekaths Ortsbürgermeister Peter Gebühr zusammen. Was wollen die Immekather? „Wir sollten ruhig mal träumen“, ermunterte Peter Gebühr die Mitglieder des Gremiums, Vorschläge zu machen. Schließlich gehe es auch um mögliche Fördermittel, wie es hieß.

Für die Ortschaft seien in dem Konzept einige Defizite aufgeführt worden. Als Beispiele nannte Peter Gebühr die schadhafte Straße aus Richtung Kunrau sowie die marode Straße zwischen Immekath und Kusey.

Weiteres Bauland zur Verfügung stellen

„Daran hat sich nichts geändert“, so Gebühr, der die Straße nach Kusey auf die Wunschliste für die Zukunft setzen würde, wie er sagte. Auch sollte man den grundhaften Ausbau der Straße Kahlenberg aufnehmen, schlug der Ortsbürgermeister vor.

Schwierig könnte in den kommenden Jahren die Schaffung von Bauland werden. Nach dem jetzigen Stand seien die vorhandenen Plätze zugewiesen, wie es hieß. Damit in Zukunft weiteres Bauland zur Verfügung stehen könne, müsse der Flächennutzungsplan der Stadt geändert werden. Dieses Thema wolle er im Auge behalten, erklärte Gebühr. Als weiteren Punkt nannte er das Ersetzen von oberirdischen Leitungen durch Erdkabel. Der Breitband-Ausbau im Dorf laufe derzeit, mit dem schnellen Internet dürfte es also keine Probleme geben.

Weiterhin wolle man den Dorfplatz im Blick behalten. Von einer Einwohnerin habe er den Tipp erhalten, die grüne Wiese vielleicht mit Frühjahrsblühern aufzulockern, sagte Peter Gebühr. Etwa mit Maiglöckchen und Narzissen. „Das fände ich eine gute Idee“, so der Ortsbürgermeister. Außerdem könnten doch die Gehwege auf dem Platz verlängert werden, lautete ein weiterer Vorschlag.

Umstrukturierung desFriedhofes angeregt

Als „ganz wichtig für die kommenden Generationen“ erachtete die Runde den Erhalt des örtlichen Sportplatzes. Auch andere Einrichtungen und Anlagen sollten in den nächsten Jahren bestehen bleiben. Etwa die Kita im Dorf oder der Spielplatz. Zudem sollte das Immekather Vereinsleben unterstützt sowie das Ehrenamt gestärkt werden.

Im Blick hatten die Mitglieder des Ortschaftsrates ebenfalls den Friedhof. Peter Gebühr regte eine Umstrukturierung an. Denn in Zukunft werden wohl nicht mehr so viele Gräber benötigt, wie es hieß. Einzelne Plätze auf Flächen, die sich vielleicht anders gestalten ließen, sollten deshalb nicht mehr vergeben werden. Blumenwiesen könnten in ungenutzten Bereichen entstehen, damit der Friedhof nicht verschandelet werde.