Kunrau l Nach einem aufregenden Wochenende kehrt in Kunrau allmählich wieder Ruhe ein.Die Szenerie vom Abbau geprägt. In den kommenden Tagen, so kündigte René Schneider vom Festkomitee an, soll das Drömlingsfest peu à peu ausgewertet werden. Er selbst ist mit Ablauf und Resonanz zufrieden. Aufgrund der großen Nachfrage waren für den Vorverkauf doch noch Tickets nachbestellt worden. Seinen Schätzungen zufolge hätten sich von Freitag bis Sonntag etwa 20.000 Menschen auf dem weitläufigen Festgelände getummelt. Absoluter Publikumsmagnet sei am Sonntag der Auftritt von Karat mit bis zu 8000 Besuchern gewesen. Lob habe es vor allem für die Info-Stände und das umfangreiche Angebot für Kinder gegeben. „Uns ging es ja vor allem darum, den Drömling bekannt zu machen“, erklärte Schneider. „Das Programm diente dazu, die Leute herzulocken.“ Dieses Ziel sei erreicht worden.

Zufrieden äußerte sich auch Polizeisprecher Frank Semisch: „Bis jetzt sind keine Anzeigen eingegangen. Das war ein schönes Fest, das ruhig, friedlich und wohlgesittet verlaufen ist.“

Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, war die Polizei das ganze Wochenende auf dem Festgelände präsent. Genauso wie der MS Sicherheitsdienst aus Wittenberge um Kai Beye. „Keine Vorkommnisse, die Leute sind entspannt“, vermeldete er am Samstagabend.

Kleiner Junge verletzte sich

Durchgehend vor Ort waren auch die Sanitäter der N.E.S.T Akademie aus Helmstedt um Steven Runge. „Am Freitag hatten wir acht Patienten, am Sonnabend sieben und heute bis jetzt fünf“, informierte Steven Runge am Sonntag um 16.50 Uhr, kurz vor dem Karat-Konzert. In den meisten Fällen habe es sich um kleinere Wehwehchen gehandelt. So sei beispielsweise nach einem Blasenpflaster gefragt worden. Es habe aber auch ein kleiner Junge behandelt werden müssen, der sich nach einem Sturz eine 13 Zentimeter lange Schnittverletzung am Rücken zugezogen hatte und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Wolfsburg gebracht wurde, wie Runge mitteilte. Außerdem hätten zwei Personen infolge der Hitze an Flüssigkeits- und Elektrolytmangel gelitten. Bei mehreren Besuchern sei zudem eine allergische Reaktion mit Juckreiz und Atemnot festgestellt worden, möglicherweise hervorgerufen durch die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners.

Generell war Steven Runge von dem Wochenende in Kunrau begeistert: „Schönes Wetter, nette Leute, eine sehr gute und harmonische Zusammenarbeit mit Organisatoren, Security und Polizei – wir kommen gerne wieder“, betonte der Sanitäter.