Jahrstedt l Langeweile kommt bei den Jahrstedter Kindern bestimmt nicht auf. Nicht in der Coronazeit und auch nicht während der Pfingstferien. Dafür sorgt die Junge Gesellschaft des Ortes, die eine pfiffige Idee hatte. „Finde den Schatz von Jahrstedt“, heißt die Aktion, die sich nunmehr in der vierten Woche befindet und gestartet wurde, „um den Kindern eine Freude zu machen“, wie Nancy Apmann, Vorsitzende der Jungen Gesellschaft, erklärt. „Damit sie etwas Spannendes erleben können“, vielleicht bei Spaziergängen mit den Eltern.

Schatzkarten zum Mitnehmen

Das Prinzip ist ganz einfach: Die Schatzkarten liegen vor der Fleischerei Bratke aus und dürfen mitgenommen werden. Darauf ist der Weg zum Schatz eingezeichnet. Symbole und Beschriftungen helfen bei der Orientierung. Auf der aktuellen Karte sind beispielsweise die Feuerwehr, der Spielplatz und die Kita zu erkennen. Der Schatz ist mit einem Kreuz markiert. Jetzt muss man sich nur noch auf den Weg machen.

Bei der Gestaltung und Vervielfältigung der Schatzkarten helfen Gina Uhrmeister und Sandra Stefani vom „Grafik-Anker“, bedankt sich Nancy Apmann. Die Schatzsuche dauert stets von Freitag bis Donnerstag. Danach gibt es eine neue Schatzkarte. Der erste Schatz lag am Angelteich, der zweite zum 1. Mai auf dem alten Schulplatz und der dritte an der Schutzhütte am Grenzlehrpfad. Wo sich der jetzige Schatz befindet, darüber hüllt Nancy Apmann den Mantel des Schweigens. „Das wird natürlich noch nicht verraten.“

Kleine Belohnung in der Kiste

Auf jeden Fall erhalten die Schatzsucher, falls sie erfolgreich sind, auch eine kleine Belohnung. In der ersten Woche lagen Süßigkeiten in der Schatztruhe, in der zweiten Woche waren es Kuscheltiere und Spiele und zuletzt Seifenblasen. Wer den aktuellen Schatz findet, darf sich auf Kreide freuen, um damit die Straßen von Jahrstedt verschönern zu können.

Ursprünglich, so berichtet Nancy Apmann, war die Schatzsuche für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gedacht. Längst haben daran aber auch ältere Geschwister ihren Spaß. In der Schatztruhe liegt nicht nur ein Schatz, sondern auch ein Logbuch, in das sich die Abenteurer eintragen können. Auf diese Weise kann die Junge Gesellschaft auch die Anzahl der erfolgreichen Teilnehmer abschätzen. „Pro Woche sind es ungefähr 40“, freut sich Nancy Apmann über die rege Resonanz. Für den Kindertag am 1. Juni kündigt sie zudem ein Schatzsuche-Special an. Was sich dahinter verbirgt, bleibt bis dahin das Geheimnis der Jungen Gesellschaft.