Klötze l „Geredet haben wir in letzter Zeit genug“, zitierte Klötzes Ortswehrleiter Matthias Veit einen seiner Kameraden und zog damit einen Schlussstrich unter die Umstände und Querelen, die der unerwartete Rücktritt des früheren Ortswehrleiters Mirko Pickert mit sich gebracht hatte. Sich intensiv mit dem Vorgang zu beschäftigen, „war gut und wichtig, nun aber schauen wir nach vorne und stellen uns gemeinsam den Herausforderungen, die auf uns zukommen werden“, so Veit. Zugleich dankte er dem nicht anwesenden Pickert für dessen geleistete Arbeit.

Der Blick nach vorne begann für die Kameraden mit dem Rechenschaftsbericht des Jahres 2018. Darin erinnerte der Wehrleiter an die außergewöhnlichsten der insgesamt 73 Einsätze.

46 Dienstabende

So galt es beispielsweise, eine Person aus einem festsitzenden Fahrstuhl zu befreien oder einem Rettungswagen in einer Gartenanlage Hilfeleistung zu geben. Der Massenanfall verletzter Personen nach einem Blitzeinschlag am 28. Juli in Neuferchau sei allen noch besonders in Erinnerung.

Neben den Einsätzen – 37 Brände, 24 Hilfeleistungen und zwölf sonstige Einsätze – leisteten die aktiven Feuerwehrleute im Jahr 2018 insgesamt 46 Dienstabende, darüber hinaus zahlreiche Tages- und Wochenendausbildungen und besuchten Lehrgänge sowie Seminare auf Stadt-, Landkreis- und Landesebene. Veit zollte seinen Kameraden Anerkennung: „Das ist in der heutigen Zeit längst keine Selbstverständlichkeit mehr, sich für das Ehrenamt zu engagieren. Jeder erwartet, dass im Notfall Hilfe kommt, aber nur ein ganz kleiner Teil der Gesellschaft ist auch bereit, diese Hilfe zu leisten.“ Und die Klötzer Feuerwehrkameraden gehören dazu.

Klötze bleibt Dreh- und Angelpunkt

Diese Worte griff später Denny Dörwald auf. Der stellvertretende Stadtwehrleiter und Sachbearbeiter für Brandschutz in der Stadtverwaltung sprach den Anwesenden „im Namen der Verwaltung und des Bürgermeisters für die geleistete Arbeit im vergangen Jahr einen großen Dank“ aus. Dabei stellte Dörwald klar: „Klötze ist und bleibt Dreh- und Angelpunkt“ in Sachen Feuerwehr in der Stadt Klötze.

In seiner Funktion als Sachbearbeiter bedankte er sich vor allem bei Rüdiger Wührl, Bernd Gille und Mirko Pickert, mit denen es stets eine gute Zusammenarbeit gegeben habe und er baue darauf, dass es zumindest mit Wührl, Gille und nun Veit so bleiben werde.

Stadtwehrleitung ist optimistisch

Eine große Herausforderung für ihn und Veit sei, als Stadtwehrleiter und Stellvertreter der Stadtwehrleitung vorzustehen. „Hier prallen Welten aufeinander.“ Dörwald erläuterte: „Der eine aus der Stadt Klötze mit rund 5000 Einwohnern und der andere aus dem kleinen Röwitz mit zirka 170 Einwohnern. Der eine hat das Gerät eines erweiterten Zuges, der andere ein kleines TSF. Kann das gut gehen?“ Dörwald meinte: „Ja.“

Beide, Veit und er, seien erwachsen genug, sich selbst nach vielleicht hitzigen Diskussionen in die Augen zu blicken und das Treffen mit einem festen Händedruck zu beenden. So müsse es sein und so solle es bleiben. Dörwald überlegte: „Vielleicht werden genau diese großen Unterschiede das sein, was die Feuerwehren in der Stadt Klötze gut in und durch die Zukunft bringt.“ Zu guter Letzt dankte er allen Kameraden, „die mich hier bei der Ausbildung begrüßen und akzeptieren. Ich weiß, ich kann von Euch viel lernen und mit Fragen immer zu Euch kommen.“

Höhepunkt der Versammlung war die Beförderung und Auszeichnung langjähriger Feuerwehrmitglieder.