Jahrstedt/Böckwitz l Der Klötzer Stadtrat hat den Haushaltsplan für 2019 beschlossen, berichtete Jahrstedts Ortsbürgermeister Randy Schmidt am Montagabend seinem Ortschaftsrat. Als positiv wertete er vor allem, dass den Ortschaftsräten neben den drei Euro je Einwohner nun auch ein Sockelbetrag von 500 Euro zur freien Verfügung stünde. „Das gibt uns ein bisschen mehr Spielraum“, freute sich der Ortsbürgermeister. Er teilte mit, dass über die Verteilung des Budgets noch nicht entschieden worden sei.

„Kriegen wir denn auch was ab?“, fragte Ingrid Schumann vom Museumsverein in Böckwitz. „Wenn es euch noch gibt, dann ja“, antwortete Schmidt und spielte damit auf den Umstand an, dass Schumann ihr Amt als Vorsitzende seit Monaten ruhen lässt und es zuletzt geheißen hatte, dass der Verein kurz vor der Auflösung stünde. Ratsherr Ronny Bratke machte deutlich, dass er es bedauern würde, wenn es den Böckwitzer Museumsverein und die dazugehörige Grenzausstellung nicht mehr geben würde.

Grenzausstellung soll für Nachwelt erhalten w

„Das bereitet mir Kopfzerbrechen“, sagte er und wünschte sich, dass die Grenzausstellung öffentlich zugänglich bleibt. „Das muss erhalten werden, das sind wir der Nachwelt schuldig“, meinte Bratke und regte an, dass sich der Ortschaftsrat für das Museum einsetzen sollte. Sein Ratskollege Eckhard Bromann sah das ähnlich und erinnerte an jene Politiker, die einerseits die Wichtigkeit des Museums hervorgehoben hätten, dann aber nichts mehr von sich hätten hören lassen.

Von der Stadt Klötze und dem Altmarkkreis Salzwedel wird es jedenfalls keine Hilfe geben. Die Stadt sieht sich nicht in der Pflicht und der Kreis schloss eine Initiative aus, weil es in Böckwitz kein museales Konzept, sondern nur eine Aneinanderreihung von Ausstellungsstücken gebe.

Wenige aktive Mitglieder

Ein Problem beim Museumsverein ist, dass es dort nur wenige aktive Mitglieder gibt und derzeit auch keinen kompletten Vorstand. Das Aus schien also schon besiegelt zu sein. Doch laut Ingrid Schumann bestünde nun doch wieder ein bisschen Hoffnung. Wie sie im Ortschaftsrat andeutete, gebe es nämlich jemanden aus Brome, der bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Dennoch werde der Verein, sollte es ihn auch künftig geben, weiterhin auf Hilfe von außen angewiesen sein. Schließlich, so Schumann, sei man nicht in der Lage, die große Fläche alleine zu unterhalten. In diesem Zusammenhang fragte sie, ob die Stadtwirtschaft die Löcher in der Einfahrt flicken und den Rasen auf dem Parkplatz mähen könnte.