Klötze l Nach mehreren Monaten und Anläufen kann die AfD-Fraktion aus dem Klötzer Stadtrat nun einen Haken hinter ihren Antrag zum Thema „Barrierefreie Stadt und Behindertenbeauftragter“ setzen. Verfasst wurde das Papier Ende Februar, in der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurden nun die vier darin aufgeführten Punkte geklärt.

Einmal ging es darum, im Rathaus ein Hinweisschild anzubringen, das darüber informiert, wer der zuständige Behindertenbeauftragte ist und wie man ihn erreichen kann. Es sollte eine Sprechstunde eingerichtet werden, lautete ein weiterer Vorschlag. Pro­bleme und Hindernisse sollten überprüft werden. Außerdem wünschte die AfD-Fraktion, dass Norbert Block als Behindertenbeauftragter zur Sitzung eingeladen wird.

Über Eckpunkte verständigt

Letzteres klappte nun, nachdem Block bei vorherigen Zusammenkünften des Gremiums nicht anwesend war. Man hätte ja beschlossen, dass Norbert Block als Behindertenbeauftragter des Altmarkkreises Salzwedel auch für die Einheitsgmeinde Stadt Klötze zuständig sein soll, erinnerte die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Andrea Hempel, als sie den Antrag in der großen Runde noch einmal vorstellte.

„Ich freue mich, dass ich die Bürger der Stadt Klötze betreuen darf“, sagte Norbert Block. Er verstehe sich als Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung. Der 64-Jährige wurde in Lüdelsen geboren, arbeitete als Justiziar und ist seit 1991 Erwerbsunfähigkeits-Rentner, wie er sagte. Mit der Klötzer Verwaltung habe er sich bereits über die Eckpunkte seiner Tätigkeit verständigt.

Norbert Block kündigte an, künftig Sprechstunden in der Stadt Klötze anbieten zu wollen. Bürger können vorstellig werden, die Anregungen der Einwohner wolle Block dann an den Stadtrat weitergeben.

Beauftragter telefonisch erreichbar

Stattfinden sollen die Sprechstunden einmal im Monat. „Am zweiten Dienstag im Monat, damit es Tradition wird“, so Block. Am ersten Dienstag biete er schon seine Sprechstunde in Salzwedel an. Außerdem bestehe auch die Möglichkeit, ihn als Ehrenamtlichen telefonisch zu erreichen, „bis auf die Nachtstunden“, schränkte Block ein. Die Kontaktdaten sollen noch veröffentlicht werden.

Ob es denn auch möglich wäre, gemeinsam mit ihm darüber zu sprechen, wie Fördermittel beantragt werden können, um etwa Straßen für Menschen mit Einschränkungen besser zu gestalten, fragte Andrea Hempel nach. Diese Möglichkeit bestehe, entgegnete Block. Die anderen Mitglieder des Stadtrates hatten keine Fragen, die sie an den Behindertenbeauftragten richteten.

Bei vier Enthaltungen wurde der Antrag schließlich von den Mitgliedern des Gremiums unterstützt. Ab wann die Sprechstunden angeboten werden, wurde nicht gesagt. Im Gespräch mit der Volksstimme teilte Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels mit, dass diese im Klötzer Rathaus stattfinden sollen. Auf die Sprechzeiten soll auch auf der Internetseite der Stadt hingewiesen werden. Auch früher sei Norbert Block schon bei bestimmten Fragen als Behindertenbeauftragter eingeschaltet worden, so Bartels.