Klötze/Kusey l Die Weichen für den Neubau der Kuseyer Kindertagesstätte, die für 2,8 Millionen Euro auf dem alten Sportplatz am Lateiner Weg entstehen soll, sind gestellt. Der Klötzer Stadtrat stimmte sowohl dem Flächennutzungs- als auch dem Bebauungsplan einhellig zu. Insoweit ist nun alles geregelt. Klaus Vohs (SPD) aus Kusey wollte noch wissen, wo die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erfolgen sollen. Planer Harald Jödicke antwortete, dass vorgesehen sei, direkt am Lateiner Weg Bäume zu pflanzen. Mit Blick auf die neuen Mitglieder im Stadtrat bat Vohs die Verwaltung außerdem darum, den Lageplan mit den exakten Standorten für Kita-Gebäude und Spielplatz an die Wand zu projizieren.

Inventar geht an den TSV

Die neue Kita soll eine Mindestbedarfsfläche von 350 Quadratmetern haben und ausreichend Platz für 40 Krippen- und 60 Kindergartenkinder bieten. Der Einzugsbereich der Einrichtung umfasst neben Kusey auch Röwitz, Wenze, Quarnebeck, Trippigleben, Altferchau, Dönitz und Schwarzendamm. Die jetzige Kita an der Lupitz-Straße ist marode, genügt nicht mehr den Ansprüchen und gilt als unsanierbar.

Für die neue Kita muss die Umkleide auf dem alten Sportplatz weichen. Klaus Vohs berichtete, dass diese schon vor Wochen ausgeräumt worden sei und wollte wissen, was aus dem Schlauchregner geworden ist. Thomas Mann (CDU), seines Zeichens auch Vorsitzender des TSV Kusey, teilte mit, dass zwischen dem Sportverein und der Stadt Klötze eine Vereinbarung geschlossen worden sei. Demnach gehöre das Inventar aus der Umkleide dem TSV, inklusive Schlauchregner.

Indes erinnerte Joachim Klabis (Die Linke) aus Trippigleben daran, dass die Kuseyer Grundschule den alten Sportplatz für den Schulsport (Leichtathletik) genutzt habe und erkundigte sich, wo der Schulsport künftig stattfinden soll. Bürgermeister Uwe Bartels antwortete, dass für die Errichtung einer Schulsportanlage bereits 2018 Mittel in den Haushaltsplan eingestellt worden seien, nämlich insgesamt 50 000 Euro.

Im Gespräch mit der Volksstimme präzisierte er, dass davon eine Laufbahn, eine Weitsprunganlage und eine Fläche zum Schlagballwerfen gebaut werden sollen, eventuell an der Turnhalle. Ein genauer Standort sei aber noch nicht festgelegt worden. In dieser Frage sollen „explizit“, so versicherte Bartels, der Ortschaftsrat und die Grundschule ein Wörtchen mitreden dürfen. Erst danach könne die Planung für die Schulsportanlage intensiviert werden.