Wenze l Schon 2012 hatten Statiker festgestellt, dass sich der 1736 erbaute Turm der Wenzer Kirche bedrohlich zur Seite neigt. Im April 2019 nahm dann erneut ein Sachverständiger den Turm in Augenschein und schlug Alarm. Es gibt gravierende Schäden, der Turm wird zum Risiko. Deshalb wurde ein Sperrkreis von vier Metern eingerichtet, der Zutritt gesperrt und das Läuten eingestellt.

Im Juli 2019 schaute sich Pfarrer Thomas Piesker den Turm dann noch einmal mit dem Kirchenältesten Andreas Gädicke an und bemerkte, dass der Turm zu wanken begonnen hatte. Nun war für ihn endgültig die Zeit des Handelns gekommen: Im August versammelte sich die Gemeinde vor Ort zu einem Gesprächsabend und war sich einig, den Turm nicht abzureißen, sondern mitsamt der Kirche zu erhalten.Über das Wie und vor allem die Finanzierung wollte man sich in Zusammenarbeit mit dem Kreiskirchenamt bis Ende 2019 unterhalten.

Einen neuen Sachstand gebe es aber immer noch nicht, wie Pfarrer Thomas Piesker auf Anfrage der Volksstimme informierte. Kürzlich habe es einen weiteren Ortstermin gegeben, um die Möglichkeiten auszuloten. Ein konkretes Ergebnis sei jedoch nicht zutage getreten. „Was die Auswertung und die Erstellung einer sicher nicht kostenlosen Perspektive betrifft, müssen wir uns noch gedulden“, teilte der Pfarrer mit.

Zumindest ist die größte Gefahr gebannt, Ende 2019 wurde der Turm mit Balken abgestützt, um dessen jetzige Position zu erhalten und ein Kippen zu verhindern.

Dadurch hat man Zeit gewonnen. Zeit, um zu klären, wie die Sanierung konkret vonstatten gehen soll.