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Klötzer Kita-Eltern fühlen sich mangelhaft informiert: 18 Kinder waren in Quarantäne

Corona-Ausbruch in der Klötzer Kindertagesstätte Zinnbergzwerge. Nun gibt es Kritik am Gesundheitsamt des Altmarkkreises.  

Von Henning Lehmann
In der Klötzer Kindertagesstätte Zinnbergzwerge gab es in diesem Monat bei einem Kind eine Coronavirus-Infektion. 18 Mädchen und Jungen mussten in Quarantäne. Foto: Henning Lehmann

Klötze. Der positive Coronavirus-Fall in der Klötzer Kita Zinnbergzwerge ereignete sich bereits Mitte April. Die Pressestelle des Altmarkkreises bestätigte den Vorfall, dass ein Kind positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurde. Im Zusammenhang mit dem positiven Befund ordnete das Gesundheitsamt des Altmarkkreises für 18 Mädchen und Jungen sowie drei Mitarbeiter bis zum 20. April eine Quarantäne an.

Einige Eltern, die ihre Kinder in der Einrichtung betreuen lassen, bemängelten die unbefriedigende Kommunikation zwischen dem Gesundheitsamt und betroffenen Familien. „Wir hätten uns deutlich mehr Aufklärung und Informationen von Seiten des Salzwedeler Gesundheitsamtes gewünscht“, schilderte ein Familienvater die Situation. Er beklagte wie auch andere Eltern die nicht besonders freundliche Art und Weise der Mitarbeiter in der Salzwedeler Behörde während der Telefonate. Dass alle Mitarbeiter in diesen Zeiten unter Stress stünden, sei verständlich, aber es gehe um die Gesundheit der Kinder, ergänzte der Mann.

Auch im Klötzer Rathaus waren die Verantwortlichen nur spärlich über den Ausbruch durch die Salzwedeler Behörde informiert worden.

Der städtische Hauptamtsleiter Matthias Reps war am Dienstag aus einem anderen Grund in der Kita Zinnbergzwerge und sprach im Anschluss von einen wieder normal laufenden Betriebsablauf. Er verwies ebenfalls auf den mangelnden Informationsfluss aus dem Gesundheitsamt mit dem Klötzer Rathaus. Denn schließlich führt Matthias Reps auf Grund der Erkrankung von Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels als sein Stellvertreter die Amtsgeschäfte im Rathaus. Eine Information aus der Kreisverwaltung über das aktuellen Geschehen in der Kindertagesstätte wäre sehr wünschenswert gewesen.

Wie die Pressestelle des Altmarkkreises auf Volksstimme-Nachfrage informierte, hat das Gesundheitsamt gemeinsam mit den Angestellten der Einrichtung ermittelt, mit welchen Personen das infizierte Kind engen Kontakt hatte. Dabei erhielt das Gesundheitsamt von den Verantwortlichen des Hauses eine zusammengestellte Kontaktliste.

Die Kindertagesstätten im Altmarkkreis, so Kreissprecherin Birgit Eurich, arbeiten mit jeweils auf die Einrichtung abgestimmten Hygienekonzepten, wonach möglichst wenig Kontakt unter den verschiedenen Gruppen stattfindet (Kohortenbildung). So kann gewährleistet werden, dass bei einem infizierten Kind nicht für alle Mädchen und Jungen eine Quarantäne angeordnet werden muss. Zudem teilte die Pressestelle mit, dass die Kita-Fachberatung des Jugendamtes die Einrichtungen diesbezüglich berät und auch unterstützt. Allerdings liegt die Verantwortung und die Umsetzung bei den jeweiligen Kita-Einrichtungen in den einzelnen Kommunen. So wie im Fall in der Klötzer Kita.