Datenautobahn

Klötze ist nicht vergessen

Um die Datenautobahn für die Region Klötze ist es ruhig geworden. Bis 2018 soll auch Klötze an das Gigabit-Glasfasernetz angeschlossen sein.

Von Siegmar Riedel

Klötze l Seit mehr als 15 Jahren haben der heutige Klötzer Bürgermeister Matthias Mann und Axel Schulz vom Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) in Sachen Datenautobahn miteinander zu tun. Zusammen mit Landrat Michael Ziche, Geschäftsführer des ZBA, informierten sie am Montag im Rathaus über die digitalen Aussichten für die Stadt Klötze.

„Die Perspektive ist außerordentlich gut“, fasste Michael Ziche zusammen. Die Zukunft der Altmark werde über die Infrastruktur definiert. „Der schnelle Internetzugang wird künftig wichtiger sein als die Straßenanbindung.“

Nachdem 2010 eine Unterversorgung und ein Versagen des Marktes in der Altmark festgestellt worden war, will der Zweckverband mit der Glasfasertechnologie etwas Nachhaltiges schaffen. „Das ist zwar die teuerste Variante, aber für den ländlichen Raum die wirtschaftlichste“, begründete Michael Ziche.

Wenn noch vor einigen Jahren Anschlüsse mit einer Durchlassgeschwindigkeit von zwei Megabit als Grundversorgung galten, strebt der ZBA heute ein Glasfasernetz im Gigabit-Bereich an. Das ist mit Kupfernetzen, wie sie derzeit noch oft verwendet werden, nicht machbar. Ausgehend von der östlichen Altmark wird deshalb ein modernes Glasfasernetz in den Boden gebracht. Dafür ist der Bereich in Cluster eingeteilt. Von Arendsee und Tangerhütte aus wird in Richtung Salzwedel und dann nach Klötze und Gardelegen ausgeweitet. „Das Cluster Beetzendorf/Diesdorf soll jetzt für die Förderung mit Bundesmitteln angemeldet werden“, erläuterte Michael Ziche.

Klötze und Gardelegen bilden zusammen das Cluster 6. „Wir werden bis 2018 nicht nur hier sein, sondern fertig sein mit unserem Glasfasernetz“, kündigte Michael Ziche an. Andere Anbieter würden sich für ihre Technik die Rosinen herauspicken, ländliche Bereiche links und rechts aber nicht versorgen. Das sei ein Hemmnis für das Glasfasernetz des ZBA. „Hier passiert viel volkswirtschaftlicher Blödsinn, weil zum Teil mehrere Netze nebeneinander installiert werden“, ist Ziche sicher.

„Wenn Klötze mit den schnellen Internetanschlüssen an der Reihe ist, wird es für alle Interessenten entsprechende Informationsveranstaltungen geben“, stellte Matthias Mann in Aussicht.