Knackpunkt: Schutz vor Erosion

Von Markus Schulze

Fünf Bodenordnungsverfahren laufen im Bereich der Stadt Klötze. Darunter ist auch das Verfahren "Immekath Feldlage".

Immekath l Das Bodenordnungsverfahren "Immekath Feldlage" ist im Mai 2013 eingeleitet worden. Das Verfahrensgebiet umfasst rund 1700 Hektar. Die grundsätzlichen Ziele des Verfahrens, so erinnert auf Anfrage Michael Tuschick vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF), sind die Neuordnung der Eigentumsverhältnisse, der Ausbau des ländlichen Wegenetzes, der Schutz vor Erosionen sowie die Regulierung und Abführung des Oberflächenwassers.

Dies ist ein entscheidender Punkt, da es in Immekath bei heftigen Regenfällen aufgrund der Tal-Lage des Dorfes häufig zu Überschwemmungen kommt. Die daraus entstehenden Schäden sollen gemindert oder gar vermieden werden.

Die Kosten kann Tuschick nicht genau benennen, weil sich das Bodenordnungsverfahren noch in der sogenannten Aufstellungsphase befindet. "Sie dürften aber sicherlich bei über zwei Millionen Euro liegen", schätzt der ALFF-Mitarbeiter. Bei der Vorstellung des Verfahrens war sogar von 3,15 Millionen Euro die Rede, wobei etwa 2,6 Millionen Euro auf den Wegebau entfallen sollten. Fest steht, dass 90 Prozent der Kosten von Bund, Land und Europäischer Union gefördert werden. Den zehnprozentigen Eigenanteil, so hat es der Klötzer Stadtrat Ende 2012 beschlossen, teilen sich die Eigentümer und die Stadt Klötze. Letztere soll zwei Drittel der Kosten übernehmen, ein Drittel tragen die Eigentümer.

Aktueller Stand der Dinge ist, dass die Wertermittlung der Grundstücke, die bereits vermessen worden sind, möglicherweise noch in diesem Jahr durchgeführt werden kann, wie Tuschick mitteilt.

Das Bodenordnungsverfahren Immekath wird frühestens 2022 abgeschlossen werden können. Wahrscheinlich sind erst dann alle Maßnahmen beendet und die öffentlichen Bücher berichtigt.