Klötze l Die Uhr tickt: In einigen Wochen werden die wahlberechtigten Einwohner in der Stadt Klötze an die Wahlurnen gerufen. Am 26. Mai 2019 können sie in der Zeit von 8 bis 18 Uhr sprichwörtlich darüber entscheiden, wie die politische Landschaft vor ihrer eigenen Haustür in Zukunft aussehen soll. Denn abgestimmt wird dann unter anderem über die Zusammensetzung der einzelnen Ortschaftsräte in der Stadt Klötze sowie über den Stadtrat, der etwa über den Bau von Kitas oder den Ausbau von Straßen entscheidet. Zuletzt wurden die Gremien 2014 gewählt.

Gestaltet wird die Kommunalpolitik dabei von den Menschen vor Ort, die als ehrenamtliche Mitglieder in den Gremien vertreten sind. Insgesamt 74 Sitze gibt es in den 13 Ortschaftsräten von Dönitz bis Trippigleben. In der Kernstadt Klötze, die gemessen an der Einwohnerzahl am größten ist, gehören dem Ortschaftsrat 15 Vertreter an. In kleineren Ortschaften wie Ristedt oder Schwiesau gibt es jeweils drei gewählte Entscheidungsträger.

Neu: Der Ortsrat in Trippigleben

So viele sind es ebenfalls im Dörfchen Trippigleben. Dort wird im Mai zum ersten Mal überhaupt ein eigener Ortschaftsrat gewählt. Vor einigen Wochen war es zur Trennung von der Ortschaft Wenze gekommen, zu der Trippigleben viele Jahre lang gehörte. Die Trippiglebener wollten ihre eigenen Wege gehen.

Wie viele Namen von Kandidaten in der Einheitsgemeinde Stadt Klötze Ende Mai tatsächlich auf den Wahlzetteln stehen werden, ist noch nicht bekannt. Denn derzeit können Interessenten immer noch ihren Hut in den Ring werfen. Noch bis Montag, 18. März, Punkt 18 Uhr können Wahlvorschläge im Klötzer Rathaus eingereicht werden. Das gilt sowohl für den Stadtrat wie auch für die Ortschaftsräte. Genannt werden die Fristen in den amtlichen Bekanntmachungen zu den Wahlen, die auf der Internetseite der Stadt Klötze zu finden sind. Darin sind zudem alle weiteren Regularien festgehalten, die es bei der Vorbereitung der Wahl zu beachten gibt.

In Lockstedt hat sich niemand gefunden

Darauf, dass sich noch Interessenten melden, wird derzeit in Neuendorf gehofft. Dort habe man kürzlich die Formalitäten zur Vorbereitung der Ortschaftsratswahl erledigt, berichtete Ortsbürgermeisterin Domenica Borm bei der jüngsten Sitzung des Gremiums. Fünf Kandidaten würden auf der Liste stehen – so viele Plätze gibt es auch im Rat. Kein Kandidat habe sich jedoch in Lockstedt gefunden, das gemeinsam mit den Dörfern Neuendorf, Siedentramm und Hohenhenningen die Ortschaft bildet. Wenn sich kein Lockstedter fände, wäre das schade, sagte Borm und ergänzte: „Jeder Ort sollte vertreten sein.“ Sie würde sich freuen, wenn sich doch noch jemand melden würde.

Gedanken über die Wahlen habe man sich ebenfalls im Kunrauer Ortschaftsrat gemacht, teilte Ortsbürgermeister Uwe Bock vor einigen Tagen bei der Sitzung mit. Einige, die schon jetzt Mitglied in dem Gremium sind, hätten bereits zugesagt, dass sie auch in Zukunft weitermachen wollen. Er hoffe, dass sich genügend Bewerber finden. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Denn was nützen ausreichend Bewerber, wenn am Ende niemand ein Kreuzchen hinter ihren Namen auf dem Stimmzettel setzt? Und deshalb lautete der Appell von Uwe Bock: „Ich bitte jeden, zur Wahl zu gehen.“ Sonst könnte nichts erreicht werden, so der Ortsbürgermeister weiter, der dabei auch junge Leute ansprach.