Lockstedt/Hohenhenningen l Neuendorfs Ortsbürgermeisterin Daniela Beckmann war sprachlos, als sie die drei Toilettenbecken, in gelbe Säcke verpackt, am Straßenrand kurz hinter der Purnitzbrücke zwischen Lockstedt und Hohenhenningen sah. „Dafür habe ich kein Verständnis. Es gibt genügend Möglichkeiten, solche Gegenstände ganz normal zu entsorgen“, stellt die Ortsbürgermeisterin klar. Das die drei Keramik-Gegenstände dann auch noch in gelbe Säcke eingewickelt waren, kann Daniela Beckmann überhaupt nicht nachvollziehen.

Altmarkkreis eigentlich zuständig

„Was sind das nur für Menschen, die so etwas machen“, kritisiert sie. Wie Daniela Beckmann weiter meint, haben sich schon mehrere Personen aus der Ortschaft über diese illegale Müllentsorgung im Klötzer Rathaus beschwert. Deshalb wollte die Ortsbürgermeisterin nicht auch noch in der Stadtverwaltung anrufen.

Doch bei der Klötzer Stadtwirtschaft war der Fall bislang noch nicht bekannt, wie deren Leiter Axel Hübner auf Nachfrage der Volksstimme gestern sagte. „Wir wissen von den Toilettenbecken nichts. Uns hat noch keiner Bescheid gesagt“, meinte er. Und eigentlich, sagte Hübner weiter, sei die Stadtwirtschaft per Gesetz auch nicht für die Entsorgung solcher Gegenstände außerhalb der Orte zuständig. „Das liegt in der Hand des Umweltamtes des Altmarkkreises. Die Mitarbeiter müssen solche Dinge und Gegenstände entsorgen“, betonte der Leiter der Klötzer Stadtwirtschaft.

Dennoch wollen die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft heute nach Lockstedt fahren und die drei am Straßenrand seit einigen Tagen abgestellten Toilettenbecken aufladen und im Anschluss fachmännisch entsorgen. Denn die Bürokratie mit der Salzwedeler Behörde ist sehr umfassend. Da ist es einfacher, die Toilettenbecken aufzuladen und dann zu entsorgen. Das wird auch die Einwohner der Dörfer Lockstedt und Hohenhenningen freuen. Sie hatten sich über die illegale Entsorgung beschwert.