Jahrstedt l Rappelvoll war am Donnerstagnachmittag der Jahrstedter Saal. Dutzende Besucher wollten sich die Weihnachtsfeier der Kita samt Märchenspiel nicht entgehen lassen. Die rege Resonanz zauberte Kita-Leiterin Bärbel Bohneberg ein breites Lächeln ins Gesicht. Derweil, so sagte sie, kommen die im Weihnachtsfieber befindlichen Kita-Kinder aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Das liegt auch an den adventsmäßigen Aktivitäten in der Einrichtung. „Es wird gebastelt, gewerkelt und gesungen.“ Das künstlerische Vermögen der Mädchen und Jungen ist derzeit sehr gefragt. „Wir sind von Termin zu Termin unterwegs“, berichtete Bärbel Bohneberg, bedankte sich bei allen fleißigen Helfern, die Kuchen gebacken hatten, und wünschte den Anwesenden einen schönen Nachmittag.

Nach der Begrüßung von Bärbel Bohneberg hatten die Gastgeber aus dem Haus der Wichtel ihren großen Auftritt. Die Kita-Kinder sangen vom Plätzchenbacken, machten „klingeling“ und ließen es weihnachtsmäßig rocken.

Sieben auf einen Streich

Indes wollte Heidrun Schulenburg, die beim Märchenstück wieder Regie führte, nicht viele Worte machen. Denn: „Die Muttis und Vatis möchten loslegen.“

Besagte Muttis und Vatis zeigten in diesem Jahr das Grimmsche Märchen vom tapferen Schneiderlein. Der will sich nach getaner Arbeit leckeren Mus schmecken lassen, wird aber von sieben Fliegen genervt und befördert sie ins Jenseits. Wow, sieben auf einen Streich, da muss das Schneiderlein selber staunen. Er ist so stolz, dass er der ganzen Welt von seiner Heldentat berichten möchte. Unterwegs trifft er auf zwei Riesen und setzt sich dank seiner Cleverness im ungleichen Kräftemessen durch.

Abschied für Elke Bohneberg

Das Schneiderlein zieht weiter und gelangt an den Königshof. Der Regent ist sauer, weil ihm erst ein Einhorn und dann auch noch ein Wildschwein das ganze Land verwüsten. Der auserkorene Schwiegersohn Prinz Eitel soll den tierischen Vandalismus beenden, drückt sich aber und schickt lieber das zum Ritter aufgestiegene Schneiderlein vor. Ebenjenes behält mit List und Tücke auch gegen Einhorn und Wildschwein die Oberhand. Dafür soll das Schneiderlein nicht nur das halbe Königreich, sondern auch die Prinzessin bekommen. Doch die verwöhnte Adlige will keinen hemdsärmeligen Handwerker zum Gatten und flüchtet lieber mit Prinz und König über alle Berge. Dem Schneiderlein ist es wurscht. Er will sowieso lieber die Magd heiraten.

Für die liebevolle Vorstellung bekamen die Darsteller einen donnernden Applaus. Genauso wie Erzieherin Elke Bohneberg, die zum Jahresende in den wohl verdienten Ruhestand geht.