Klötze l Kunst und Kreativität. Zu diesem Themenkomplex findet in der Klötzer Kindertagesstätte Zinnbergzwerge dieser Tage eine Projektzeit statt. Im Rahmen dessen zog es die Vorschulkinder am Mittwochmorgen mit ihren Erzieherinnen Lissy Adloff und Judith Wießel in die Evangelische Familienbildungsstätte (EFA). Schließlich stehen Kunst und Kreativität auch dort hoch im Kurs. Nach einem herzhaften Frühstück gingen die Mädchen und Jungen hinüber in die Sankt Ägidiuskirche und staunten, was es in dem altehrwürdigen Gebäude mit seiner schönen Fachwerk-Optik alles zu entdecken gibt.

Noch bevor sie das 1759 erbaute Gotteshaus betraten, blickten die Kinder den 36 Meter hohen Kirchturm hinauf. Hui. Da konnte einem schon fast schwindelig werden. Interessant wurde es auch im Inneren der Kirche. „Herzlich willkommen“, begrüßte Gemeindepädagogin Christel Backs-Pacholik die Zinnbergzwerge. Diese freuten sich, dass es in der Kirche etwas wärmer war als draußen. „Und damit uns warm bleibt, werden wir jetzt singen“, schlug Backs-Pacholik vor. Gesagt, getan. Das Lied ging so: „Wenn du glücklich bist, dann klatsche in die Hand“, klatsch, klatsch. „Wenn du glücklich bist, dann stampfe mit dem Fuß“, stampf, stampf. „Wenn du glücklich bist, dann springe in die Luft“, hüpf, hüpf.

Altar und Taufstein

Danach begann die Kirchenrallye. Dazu bat Backs-Pacholik immer zwei oder drei Kinder zu sich nach vorne, um aus einem Stapel ein Foto herauszuziehen. Darauf war ein bestimmter Gegenstand abgebildet, den es in der Kirche zu suchen galt. Als erstes waren Mira und Elin an der Reihe. Auf ihrem Bild war die Kanzel zu sehen. „Von dort oben hält der Pfarrer die Predigt“, erklärte Backs-Pacholik und ließ Mira und Elin hinauf. „Hallo“, riefen die beiden.

Die nächsten Fotos zeigten den Turmraum und die Orgel. „Wisst ihr, woran der Organist merkt, dass er spielen soll?“, fragte die Gemeindepädagogin in die Runde. Hmm, schwierige Frage. Aber dann erspähten die Kinder den Spiegel, durch den der Organist all das, was in seinem Rücken passiert, registrieren kann.

Nächste Station war der Gedenktisch. „Hier denken die Leute an einen lieben Menschen“, erfuhren die Kinder von Backs-Pacholik und zündeten auch selbst eine Kerze an. Außerdem zeigte die Gemeindepädagogin den Zinnbergzwergen den Taufstein, die große Bibel, den Altar, der auch „Gott-sei-Dank-Tisch“ genannt wird, und erzählte die Geschichte vom Hirten, der solange nach einem vermissten Schaf suchte, bis er es gefunden hatte. Zu guter Letzt bildeten die Vorschulkinder vier Gruppen und zählten, wie viele Schritte sie brauchen, um die Kirche einmal zu umrunden. Bei den meisten waren es 140.

Anschließend gingen die Zinnbergzwerge zurück in die EFA. Hinter ihnen lag ein spannender Vormittag. Und bestimmt freuen sie sich schon auf nächste Woche. Dann bekommen sie nämlich Besuch von der Klötzer Künstlerin Petra Schmidt, um mit ihr Aquarelle zu malen.