Landeswettbewerb

Quarnebecker haben schon gewonnen

183 Quarnebecker drücken für ihren Wohnort die Daumen. Am Sonntag werden in Burg die Gewinner des Landeswettbewerbs bekanntgegeben.

Von Markus Schulze

Quarnebeck/Burg l Am kommenden Sonntag, 9. September, werden auf dem Gelände der Landesgartenschau in Burg die Gewinner des 10. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ gekürt. Aus dem Bereich der Stadt Klötze ist Quarnebeck bei diesem großen Finale dabei. Und so langsam wächst dort die Anspannung. Rund ein Fünftel der 183 Einwohner wird sich auf den Weg zur Auszeichnungsveranstaltung machen. „Wir haben einen Bus gechartert. Wenige Plätze sind noch frei. Es werden zirka 40 Leute sein, die nach Burg fahren“, informierte Quarnebecks Ortsbürgermeister Marco Wille im Gespräch mit der Volksstimme.

Quarnebeck hatte sich durch den Sieg auf Kreis-Ebene, der am 27. August 2017 in Diesdorf verkündet wurde und mit einem Scheck in Höhe von 2750 Euro verbunden war, für den Landeswettbewerb qualifiziert. Vor knapp drei Monaten, am 11. Juni, schaute sich dazu eine fünfköpfige Bewertungskommission in Quarnebeck unter anderem nach diesen Gesichtspunkten um: Entwicklungskonzepte, Bau- und Grüngestaltung, soziales Engagement und kulturelle Aktivitäten. Mitglieder des Schützenvereins, des Heimatvereins, der Feuerwehr, der Jägerschaft und andere engagierte Bürger führten die Gäste herum. Stationen des Rundgangs waren zum Beispiel das Denkmal, die Kirche, der Saal, der Jugendraum, der Spielplatz, das Schützenhaus, der Eulenturm, die Rotbuche, der Altmark-Rundkurs sowie die „heiße Ecke“ und die „blaue Bank“, wo sich die Quarnebecker gerne zum Klönschnack treffen.

 Im Anschluss zeigte sich Jury-Chef Ulf Wöckner, Referatsleiter für ländliche Entwicklung im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, vom kleinen Dorf mit den herzlichen Menschen begeistert. Er sagte: „Ich bin begeistert. Mir ist nichts Negatives aufgefallen.“ Wöckner wünschte den Quarnebeckern viel Erfolg.

Doch darauf, so betonte Marco Wille, kommt es ihnen gar nicht unbedingt an. „Klar, wir hoffen auf eine gute Platzierung. Aber egal, wie es ausgeht. Wir haben schon gewonnen“, weil man durch die Teilnahme am Wettbewerb noch enger zusammengerückt ist als ohnehin schon und demonstriert hat, dass Quarnebeck auf jeden Fall ein Dorf mit Zukunft ist.

Dementsprechend geht Wille durchaus optimistisch davon aus, dass man die Kommission mit der Präsentation, bei der die regen Vereinsaktivitäten und das generationenübergreifende Zusammenleben in Quarnebeck deutlich werden sollten, beeindruckt hat. „Aber die Entscheidung liegt nicht in unserer Hand, sondern in der Macht der Jury. Wir werden sehen, ob die Jury uns genauso toll findet, wie wir uns.“

Quarnebeck hat am Sonntag folgende 13 Konkurrenten im Dörferwettbewerb: Hessen und Schachdorf Ströbeck (beide Landkreis Harz), Riestedt (Landkreis Mansfeld-Südharz), Wilsleben (Salzlandkreis), Plossig (Landkreis Wittenberg), Hohenwarsleben (Landkreis Börde), Eichstedt (Landkreis Stendal), Reesen (Landkreis Jerichower Land), Brachwitz (Saalekreis), Schorlewitz (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) sowie Schleberoda und Reichardtswerben (beide Burgenlandkreis).

Bei der vormaligen Ausgabe des Wettbewerbs im Jahr 2015 wurden Gladigau (Landkreis Stendal) und Zappendorf (Saalekreis) auserkoren, Sachsen-Anhalt auf Bundesebene zu vertreten. Einen von drei Sonderpreisen bekam Wendischbrome als kleinster Ort im Teilnehmerfeld für die „Erhaltung/Vitalisierung des ehemaligen innerdeutschen Grenzdorfes“.