Neuferchau l Wenn man vom Glück dieser Erde spricht, liegt das für viele Menschen auf dem Rücken der Pferde, so auch für die Interessengemeinschaft aus Reitern und Gespannfahrern um Familie Schrader aus Neuferchau. Seit fünf Jahren bewirtschaften Mario und Nina Schrader, 38 beziehungsweise 37 Jahre alt, eine kleine Landwirtschaft in Neuferchau. Zudem kümmern sie und ihre beiden Töchter Emilya (11) und Sophie (6) sich um sechs eigene Pferde, einige Pensionspferde „und das Gemeinschaftspony der Einstaller“.

20 Kilometer

Während sich die Stallgemeinschaft, deren Mitglieder zum Beispiel aus Klötze, Kusey und Brome kommen, regelmäßig zu Ausritten verabredet, stand am Reformationstag erstmals ein gemeinsamer Ausflug mit Pferdefreunden aus der Nachbarschaft und der näheren Umgebung an. Und nicht nur die Reiter selbst sollten mit von der Partie sein, sondern auch deren Familien. Da herrschte ordentlich Gewusel auf dem Schraderschen Hof. Und auch nebenan bei Anja Haewecker. Während nämlich die zehn Reiter ihre Pferde putzten und sattelten, wurden bei Haeweckers ein Kremser und ein Marathonwagen zurechtgemacht, auf denen die Nicht-Reiter den 20 Kilometer langen Ausflug erleben konnten.

„Wir werden bestimmt vier Stunden reiten“, blickte Mario Schrader beim Abmarsch voraus. Und damit in dieser Zeit niemandem der Hintern qualmte, wurde zwischendurch auch Rast gemacht – auf der Rücktour von Jahrstedt bei allerbestem Herbstwetter am Hahnenberg bei Kunrau. Zur Stärkung gab es Bratwurst vom Grill, sodass auch alle auch das letzte Stück weg noch gut meistern konnten.

Am Ende stand für alle Teilnehmer fest, dass es eine überaus gelungene Premiere war, die auf jeden Fall eine Fortsetzung finden soll – und zwar im Januar 2019 bei einem Neujahrsritt.