Verlegung abgelehnt

Ristedter und Dönitzer wollen ihren Feuerwehrstandort im Dorf behalten

In der Einheitsgemeinde Klötze gibt es Pläne, Feuerwehren mehrerer Ortschaften zu vereinen. Das aber wird von den Ortschaftsräten in ihren Sitzungen meist öffentlich abgelehnt. So auch in Ristedt und Dönitz.

Ihr Können stellten die Kameraden der Ristedter Feuerwehr vor einiger Zeit bei einem Schau-Einsatz unter Beweis. Der Ortschaftsrat spricht sich dafür aus, die Wehr im Dorf zu erhalten.
Ihr Können stellten die Kameraden der Ristedter Feuerwehr vor einiger Zeit bei einem Schau-Einsatz unter Beweis. Der Ortschaftsrat spricht sich dafür aus, die Wehr im Dorf zu erhalten. Foto: Tobias Roitsch

Ristedt/Dönitz - Von Tobias Roitsch

Die Ristedter wollen ihre eigenständige Freiwillige Feuerwehr auch in Zukunft behalten. Der Ortschaftsrat Ristedt könne dem Auflösen oder der Verlegung der Feuerwehr nicht zustimmen, wie es während der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums hieß. „Die Feuerwehr gehört so lange, wie es geht, in den Ort“, betonte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Beckmann. Damit bezog er Stellung zu Plänen, die eine mögliche Zusammenlegung der drei Ortsfeuerwehren aus Ristedt, Immekath und Dönitz für die Zukunft vorsehen. Sie sollen demnach an einem gemeinsamen Standort in Immekath untergebracht werden, wie zu hören ist.

Das Thema sorgte bereits für Gesprächsstoff. Beispielsweise in Dönitz. Dort sei ein Wechsel der Feuerwehr nach Immekath nicht gewollt, man wolle so lange wie möglich eigenständig bleiben, wie es kürzlich im Ortschaftsrat hieß.

Schon seit Monaten ist bekannt, dass ein neues Feuerwehrgerätehaus in Immekath am Saal entstehen soll. Die Planungen dafür laufen seit einiger Zeit. Zunächst hieß es, dass eine größere Halle für das neue Einsatzfahrzeug benötigt wird, das gerade für die Immekather Wehr gebaut wird und das voraussichtlich gegen Ende 2021 oder Anfang 2022 ausgeliefert werden soll.

Das Auto passt nicht in das derzeitige Gebäude. Genutzt werden könnte das neue Immekather Gerätehaus in Zukunft nicht nur von den einheimischen Kameraden, sondern auch von den Nachbarn aus Dönitz und Ristedt. Dass es diese Idee gibt, wurde der Volksstimme aus gut informierter Quelle bestätigt.

Bleibt genug Platz auf den Fahrzeugen?

In Ristedt gab es während der Zusammenkunft des dortigen Ortschaftsrates Gegenwind für die Pläne, die Kameraden woanders zu stationieren. Auch das Einsatzfahrzeug solle bitte in Ristedt bleiben, betonte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Beckmann. Er äußerte die Sorge, dass die Brandbekämpfer aus der Ortschaft Ristedt vielleicht keinen Platz mehr in den Feuerwehrautos finden, wenn sie einen längeren Anfahrtsweg zum Gerätehaus hätten. Kameraden, die aus Neu-Ristedt kämen, würden dann in Zukunft am Feuerwehrhaus in Ristedt vorbei und weiter nach Immekath fahren, machte Beckmann deutlich. In der Zeit könnten vielleicht schon alle Einsatzfahrzeuge in Immekath voll besetzt sein, wie es hieß. Mit Privatautos dürften die Brandbekämpfer nicht zu Einsätzen eilen. Beckmann selbst habe nicht an bestimmten Veranstaltungen teilnehmen können, bei denen es um den Neubau des Immekather Gerätehauses ging. Dazu habe es feuerwehrinterne Beratungen gegeben, sagte er.