Jahrstedt l Nur noch bis Ende Februar dürfe Baumschnitt betrieben werden, erinnerte Jahrstedts Ortsbürgermeister Randy Schmidt bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. „Die Stadt wird es wohl nicht schaffen, alles zu machen“, vermutete er.

Für Bürger, die Brennholz machen wollen, gebe es das Angebot, zwischen Jahrstedt und Kaiserwinkel aktiv zu werden. „Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden“, sagte der Ortsbürgermeister. „Ich zeichne die Bäume an und weise die Leute ein.“ Mit den zuständigen Behörden sei alles abgesprochen. Auf diese Weise könnten auch Biberschäden und Sturmhölzer beseitigt werden, erklärte Schmidt. Noch dazu werde die Stadtwirtschaft entlastet. „Da können wir ein bisschen helfen.“ Zudem kam der Ortsbürgermeister auf eine Aktion in Böckwitz zu sprechen, die dort für Unmut gesorgt hatte. So waren entlang der Landesstraße an der Grenze zum Museumsgelände einige Bäume abgesägt worden. Allerdings, so monierten Einwohner, soll es sich um gesunde Bäume gehandelt haben, die von dem Betreffenden nun auch noch verkauft würden, obwohl es ja gar nicht sein Eigentum sei.

Auflage erteilt

Doch Schmidt beschwichtigte: „Das war alles rechtens. Die Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde lag vor. Vorher gab es eine Begehung“, stellte Schmidt klar. Er als Ortsbürgermeister und zertifizierter Baumkontrolleur habe gegen die Fällung nichts einzuwenden gehabt. „Ich sehe darin kein Drama“, zumal dadurch der Straßengraben freigehalten werde. „Als da nach dem letzten Sturm auf eigene Kosten freigeräumt wurde, hat sich ja auch niemand aufgeregt“, verbat sich Schmidt jegliche Doppelmoral. Darüber hinaus habe der Baumfäller die Auflage erhalten, neue Bäume zu pflanzen. „Dem wird er auch nachkommen“, versicherte der Ortsbürgermeister.

Solange so etwas mit Genehmigung und fachgerecht durchgeführt werde, gebe es keine Probleme, betonte Schmidt. Gegen dieses Prinzip sei jedoch kürzlich auf dem Mühlenberg in Jahrstedt verstoßen worden. „Das war ein gesunder Baum. So geht das nicht“, betonte Schmidt und kündigte an, dass derjenige ein Info-Schreiben des Ordnungsamtes und beim nächsten Mal eine Anzeige erhalten werde.