Klötze l Vor genau zehn Jahren sorgte starker Schneefall schon einmal für einen Dauereinsatz der Mitarbeiter der Stadtwirtschaft und Kreisstraßenmeisterei, um die Straßen und Wege im Raum der Einheitsgemeinde Klötze freizuräumen. So auch seit Sonntag. Die Klötzer Stadtwirtschaft ist seit dem Wochenende in zwei Schichten mit insgesamt elf Mitarbeitern im Stadtgebiet im Kampf gegen die Schneemassen im Einsatz. Aber auch in anderen Bereichen und Standorten wie im Raum Kunrau und Kusey sind die dortigen Stadtangestellten bemüht, die kommunalen Flächen im Schichtsystem mit Rufbereitschaft frei zu halten. Denn bis zu 60 Zentimeter hoch lag die weiße Pracht nach zwei Tagen Schneefall und Windböen auf Straßen und Wegen.

Doch nicht allein der Schneefall macht den Frauen und Männern der Stadtwirtschaft und der Kreisstraßenmeisterei so zu schaffen. Vor besonderen Herausforderungen stehen sie, weil Verwehungen die Arbeit massiv erschweren. Um dennoch unter diesen Bedingungen die kommunalen Flächen freizuhalten, wurde bei der Stadtwirtschaft ein Schichtsystem eingeführt. „Der erste Durchgang beginnt um 3 Uhr und arbeitet bis Mittag. Im Anschluss kommt die zweite Schicht bis in die Abendstunden mit einer Rufbereitschaft zum Einsatz“, informierte Klötzes stellvertretender Bürgermeister und Hauptamtsleiter Matthias Reps. Zunächst werden die Flächen vor den Kindertagesstätten von Schnee und Eis befreit und im Anschluss die anderen öffentlichen Einrichtungen wie der Busbahnhof und die Schulen, die momentan auf Grund der Winterferien geschlossen sind, sagte Reps. Dann stehen die kommunalen Straßen und Wege auf dem Arbeitsplan. Für den Bereich Klötze sind die Mitarbeiter um Stefan Jürges mit vier Fahrzeugen mit Schiebeschild unterwegs und versuchen die Bereiche freizuschieben.

Erste Schicht beginnt bereits um 2 Uhr

Mit erschwerten Bedingungen hatten auch die Fußgänger und speziell Menschen mit Elektrorollern sowie Rollatoren zu kämpfen. Ihnen, wie auch Benjamin Rotter, bereiteten wichtige Besorgungen in der Stadt wegen der Schneemassen große Probleme.

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Ebenfalls im Schichtrhythmus sind fünf Angestellte der Klötzer Außenstelle der Kreisstraßenmeisterei des Altmarkkreises unterwegs. Wie ein Mitarbeiter sagte, beginnt der Arbeitstag für die ersten Angestellten bereits um 2 Uhr in der Nacht und dauert bis 13 Uhr. Dann folgt die zweite Schicht. Dabei müssen die fünf Mitarbeiter mit vier Fahrzeugen insgesamt 250 Kilometer Kreisstraße nicht nur im Raum Klötze beräumen, sondern auch in den Regionen Beetzendorf, Diesdorf und Gardelegen.

Diese Kilometerzahl umfasst fast die Hälfe aller Kreisstraßen. Denn im Altmarkkreis gibt es insgesamt 502 Kilometer davon, wie Pressesprecherin Birgit Eurich informierte. Da kann es vorkommen, dass einige Straßen über einen längeren Zeitraum nicht vom Schnee befreit werden können.

„Momentan schieben die Mitarbeiter nur den Schnee von der Straße. Das Streuen einer Salzlauge macht momentan bei den Schneemassen überhaupt keinen Sinn“, hieß es aus der Klötzer Kreisstraßenmeisterei. Zudem werden auf Grund des langen Winters die Vorräte an Streusalz und Granulat langsam knapp.