Schwiesau l Auf einigen kommunalen Friedhöfen in der Einheitsgemeinde Stadt Klötze stehen bereits Urnen-Stelen. Sie sind eine Alternative zum klassischen Erdgrab. Eine solche Stele wünschen sich auch die Schwiesauer für ihren Friedhof – und zwar schon seit einiger Zeit. Während der Sitzung des Ortschaftsrates Mitte Juli erkundigte sich ein Einwohner in der Fragestunde, wie denn der aktuelle Stand der Dinge bei dem Thema sei. Ortsbürgermeister Manfred Hille versprach, sich bei der Klötzer Verwaltung zu erkundigen. In der jüngsten Sitzung nun konnte Hille die Antwort aus dem Rathaus präsentieren. Die zuständige Sachgebietsleitung hätte ihm mitgeteilt, dass im Zuge der Überarbeitung der Friedhofssatzung, die derzeit läuft, auch die Anträge zur Aufstellung von Stelen bearbeitet würden, teilte Hille mit und ergänzte: „Die Ortsbürgermeister werden zeitnah informiert“.

Einen genauen Termin gibt es also noch nicht. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, eine Bedarfsanalyse angefertigt und auch den Platz auf dem Friedhof ausgesucht“, fasste Hille die Vorarbeit des Gremiums zusammen. Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle für die Stele sei auch der Gemeindekirchenrat mit einbezogen worden. Die Bedarfsanalyse zu erstellen, sei nicht einfach gewesen, ergänzte Hille.

Das Aufstellen einer Urnen-Stele hatte das Gremium bereits im vergangenen Jahr als eines der Projekte, die in Angriff genommen werden müssten, auf die Prioritätenliste für 2020 gesetzt. Nicht alle Punkte wurden erledigt. Nun sollte der Ortschaftsrat erneut eine solche Wunschliste für das Jahr 2021 erstellen, teilte Manfred Hille der Runde mit. Die Maßnahmen müssen in den Haushalt der Einheitsgemeinde Stadt Klötze aufgenommen werden, um erledigt werden zu können.

Manfred Hille rief noch einmal in Erinnerung, welche fünf Vorhaben auf der Liste für 2020 standen. Nach ganz oben hatten die Mitglieder des Gremiums damals die Sanierung der örtlichen Kita gesetzt, die vor einigen Wochen begonnen hat. Das Gebäude hat bereits ein neues Dach erhalten. Geplant ist außerdem, das Dach des benachbarten Jugendklubs zu erneuern, kündigte Hille an. Ein Jugendklub solle in dem Gebäude aber nicht wieder entstehen. Was aus dem alten Klub wird, verriet er nicht. „Die Kita-Sanierung soll weitergehen und steht deshalb auch 2021 im Vordergrund“, sagte Hille.

Als zweiten Punkt hatten die Schwiesauer Ortsräte für 2020 die Sanierung des Jugendklubs auf die Liste gesetzt. Bei diesem Projekt hat sich etwas getan: Statt den alten Klub an der Kita in Schuss zu bringen, wurde ein Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet. Diesen wollten die Jugendlichen noch malerisch gestalten. Durch Corona ist das derzeit nicht möglich.

Weiterhin aktuell ist der dritte Punkt, die barrierefreie Umrüstung der Bushaltestellen in der Straße „Eckernkamp“. Auf der einen Straßenseite halten Busse, die nach Gardelegen fahren, auf der anderen können Fahrgäste zusteigen, die in Richtung Klötze wollen. „Die Umrüstung der Haltestelle in Richtung Gardelegen ist im Plan“, wusste der Ortsbürgermeister, doch die Arbeiten würden wohl erst nächstes Jahr beginnen.

Neben der Urnen-Stele auf Platz vier stand für 2020 als fünfte Maßnahme der Bau eines Zaunes um den Spielplatz herum auf der Prioritätenliste. Erfüllt wurde der Wunsch bislang nicht.

Statt eine neue Liste zu schreiben, sollten die nicht erledigten Punkte wieder aufgeführt werden, schlug Manfred Hille vor: „Die Umrüstung der Bushaltestelle in Richtung Klötze, das Anlegen einer Urnen-Stele auf dem Friedhof und die Umzäunung des öffentlichen Spielplatzes auf dem Schwiesauer Dorfplatz sollten auch weiterhin auf der Prioritätenliste unseres Haushaltsplanes 2021 stehen.“

Außerdem regte der Ortsbürgermeister an, die Wünsche um Malerarbeiten im unteren Bereich des Dorfgemeinschaftshauses zu ergänzen. Offen sei darüber hinaus die neue Stahlwippe, die auf dem Spielplatz aufgestellt werden soll. „Meiner Meinung nach sollte auch die im Haushaltsjahr 2021 enthalten sein“, so Manfred Hille.

Mit Blick auf den Haushaltsplan sagte Ratsfrau Elke Beneke, dass alles in Ordnung sei. Sie würde sich freuen, wenn es mit den Projekten weitergehe.