Klötze l Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest der Liebe. Und der Wünsche. Einmal im Jahr ist Träumen erlaubt. Vor allem für Kinder ist es ein großer Spaß, alle Wünsche aufzuschreiben. Vielleicht eine Eisenbahn. Eine Puppe. Oder eine friedliche Welt. Gespannt warten die Kinder darauf, ob ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Es ist ihnen zu wünschen.

Doch nicht nur Kinder haben Wünsche. Auch Erwachsene. Menschen, die ihren Wohnort lebenswert erhalten wollen. Menschen, die Probleme erkannt und gelöst haben möchten. Menschen, die sich bessere Rahmenbedingungen erhoffen. Menschen, die vielleicht im Ortschaftsrat vertreten sind und sich somit lokalpolitisch für ihre Heimat einsetzen. Oder Menschen, die als Gast an den Sitzungen der Ortschaftsräte teilnehmen und auf Missstände hinweisen.

Schlechte Radwege im Drömling

Im Bereich der Einheitsgemeinde Stadt Klötze ist es mittlerweile gang und gäbe, dass die Ortschaftsräte eigens Prioritätenlisten aufstellen und an die Stadt Klötze weiterleiten. Die allermeisten Ortschaftsräte haben das im Laufe des Jahres getan. Manche Wünsche sind neu, andere bestehen bereits seit einigen Jahren. Mit Blick auf Weihnachten, das Fest der Wünsche, hat die Volksstimme einen Blick in ihr Archiv geworfen und geschaut, welche Wünsche in oder von den Ortschaftsräten in diesem Jahr geäußert wurden. Herausgekommen ist eine kleine Auswahl, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sondern nur einen Überblick geben soll.

Beginnen wir im Südwesten der Einheitsgemeinde, in Jahrstedt. Dort wird sich zum Beispiel für Böckwitz die Verlängerung des Gehweges an der Steimker Straße bis zu den Neubauten erhofft. In Jahrstedt sollen nach dem Willen des Ortschaftsrates diverse Arbeiten am und im Saal stattfinden (Eingangsbereich zur Küche, Dachrinne, Bar). Erwähnt wurde auch eine Verschönerung des Drömlinger Hofes, der Abriss der Spargelbude an der Steimker Chaussee, ein elektrisches Läutwerk sowie eine Verbesserung der Radwege im Drömling und auch der Straße in Richtung Kaiserwinkel.

Derweil wünscht man sich in Kunrau schon seit langer Zeit einen Anschluss des Freibades an die Biogasanlage, um das Wasser beheizen zu können. Durch die Aufnahme des Projektes in die Prioritätenliste der Lokalen Aktionsgruppe „Rund um den Drömling“ scheinen die Chancen gestiegen zu sein. Die Maßnahme soll auch die Beckensanierung umfassen.

Fehlender Radweg nach Brome

In Steimke stören sich die Anlieger am schlechten Zustand des Altneuferchauer Weges mitsamt des landwirtschaftliches Verkehrs. Der Heimatverein arbeitet an der Fertigstellung der Heimatstube. Und der Ortschaftsrat hat unter anderem den Abriss der alten Kita-Baracke am Sportplatz auf der Agenda. Immer wieder erkundigen sich die Bürger auch nach einem Radweg nach Brome.

In Neuferchau sucht man nach einer Lösung für die verschlammten Versickerungsschächte auf dem Friedhof und will den Schimmel an der Trauerhalle beseitigen lassen.

In Kusey setzen die Einwohner darauf, dass endlich die alten Bahnübergänge, etwa am Köckter Weg und in der Dr.-Schultz-Lupitz-Straße, entfernt werden. Die Bürger brachten auch eine Einbahnstraße für das Gewerbegebiet ins Gespräch. Ein weiteres Thema, das zuletzt angesprochen wurde, war das viele Laub auf dem Parkplatz im Park, wo der Sportverein 2019 sein 100-jähriges Jubiläum feiern möchte. Der TSV Kusey, der mit der Stadt Klötze eine Nutzungsvereinbarung über eine Fläche nördlich des Fußballplatzes abgeschlossen hat, will dort einen Trainingsplatz mit Flutlicht anlegen. Und der Ortschaftsrat wünscht sich weiter eine Erneuerung der Straße nach Immekath.

Mehr Sitzbänke für Klötze

In Immekath freut man sich auf die Ankündigung des Kreises, dass die Jeetze-Brücke 2019 neu gebaut werden soll. Enttäuscht ist man darüber, dass es bei der Ruine nicht vorangeht. Und der Unterhaltungsverband möge doch bitte an der Achterbeeke öfter mähen.

In Dönitz wurde jüngst eine Seite des Dorfgemeinschaftshauses neu verkleidet, um das Problem mit der Feuchtigkeit in den Griff zu kriegen. Unzufrieden ist man über die Beschaffenheit der Ortsdurchfahrt. Offen bleibt, ob in Altferchau ein Spielplatz gebaut wird.

In Ristedt soll die Fassade des Dorfgemeinschaftshauses in Angriff genommen werden, um die aufsteigende Nässe zu bekämpfen. Zudem soll am Dorfgemeinschaftshaus die Eingangssituation verändert werden, der Ortschaftsrat favorisiert einen Abriss der Terrasse und einen Neubau der Treppenanlage.

Parkplatz am Friedhof

Der Klötzer Ortschaftsrat wünscht sich beispielsweise mehr Bänke im Stadtgebiet, damit sich Spaziergänger ausruhen können. Angeregt wurde auch ein Gehweg von der Kirchstraße bis zur Familienbildungsstätte sowie vom Holzmarkt an der Schützenstraße bis zum Trimm-Dich-Pfad. Vorangehen soll es mit dem Tiergehege, wo auch ein Spielplatz entstehen könnte.

Für Lockstedt wünscht sich der Neuendorfer Ortschaftsrat ein Rollgitter und eine neue Beleuchtung. Erbeten wird auch eine Erneuerung vom Dach der Bushaltestelle in Hohenhenningen beziehungsweise eine Reaktivierung des alten Standortes an der Lindenstraße.

Und der Wenzer Ortschafsrat hätte unter anderem gerne ein neues Dach für den Saal in Trippigleben (eventuell Fotovoltaik). Angeregt wurde unlängst auch eine Freileitung, damit bei Stürmen nicht so schnell der Strom ausfällt.

In Schwiesau soll am Friedhof ein Parkplatz gebaut werden. Außerdem setzt man auf das Bodenordnungsverfahren. Im Rahmen dessen soll dann die Zuwegung zum Friedhof gemacht werden.