Magdeburg l Die Kriminalpolizei Magdeburg ermittelt derzeit wegen Verdacht der sexuellen Nötigung gegen einen 20-jährigen Syrer. Das teilte die Polizei am Montagnachmittag mit. Der 20-Jährige steht im Verdacht, am gestrigen Sonntagnachmittag im Bereich eines Einkaufscenters in der Magdeburger Innenstadt ein 14-jähriges Mädchen sexuell belästigt zu haben. Nach Angaben des Mädchens wurden sie von dem Mann zunächst unsittlich berührt.

"Die 14-Jährige wurde dann auch gegen ihren Willen von dem Tatverdächtigen geküsst", teilte die Polizei mit. Als ihre 13-jährige Freundin ihr helfen wollte, wurde diese durch eine unbekannte Person geschlagen. Aufgrund der Personenbeschreibung konnte der 20-Jährige wenig später von der Polizei unweit des Tatortes festgestellt und identifiziert werden. Der zweite mutmaßliche Täter, der die 13-jährige geschlagen haben soll, wurde nicht gefasst. Sontagabend wurde der 20-Jährige wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Anzeige wegen sexueller Handlungen

Zu einem zweiten, ähnlich gelagerten Fall soll es am Sonntagnachmittag auf einem Kinderspielplatz an der Gröninger Straße gekommen sein. Dort soll ein Mann zwei acht und ein 13-jähriges Mädchen unsittlich berührt haben, teilte die Polizei mit. Die Kinder gaben an, von einem Mann, den sie vom Sehen kannten, in gebrochenem Deutsch bzw. auf Englisch angesprochen worden zu sein. Der Beschuldigte soll die Mädchen erst unsittlich berührt haben, woraufhin sie nach Hause liefen und die Eltern informierten.

"Weitere Ermittlungen führten zum Aufenthaltsort des mutmaßlichen Beschuldigten", heißt es in einer Polizeimitteilung. Es handelt sich um einen 22-jährigen, aus Rumänien stammenden Mann mit Wohnsitz in Magdeburg. Von den Kindern wurde er wiedererkannt. In seiner Vernehmung bestritt der Beschuldigte die Schilderungen der Mädchen. Gegen ihn ist ebenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.