Magdeburg l „Wir hoffen, dass es nicht unser Untergang ist“, sagt Alexandra Krotki am Montagmittag auf Nachfrage. Stunden zuvor war in der Nacht zum Ostermontag ein Feuer in der Großküche mit Sitz im Industrie- und Gewerbegebiet Nord im Norden der Stadt ausgebrochen.

Bei einem Großeinsatz löschten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr der Feuerwachen Nord und Süd sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Rothensee und Olvenstedt den Brand, der laut Einsatzleitung einen Sachschaden in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro verursacht hat. Mitarbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Feuers im Objekt befunden haben, blieben unverletzt.

Vermutlich technischer Defekt

Vermutlich durch einen Defekt an einer Geschirrspülmaschine sei es zum Ausbruch des Feuers im Anbau des Objektes an der Parchauer Straße gekommen, heißt es. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen, ist am Montagvormittag vor Ort. „Noch können wir uns kein Bild vom Ausmaß machen, weil das Haus gesperrt ist“, so Alexandra Krotki.

Das Unternehmen, das 1999 seinen Sitz in einen Neubau an der Parchauer Straße verlegt hatte, ist doppelt gestraft: Aufgrund der Corona-Krise musste die Großküche – eine der größten der Landeshauptstadt – die Notversorgung von Schulen und Kindertagesstätten einstellen. Die Zahl der Portionen, die täglich gekocht wurden, schrumpfte von rund 10.500 auf knapp 190 Bestellungen.

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Hälfte der Mitarbeiter in Kurzarbeit

Aus wirtschaftlichen Gründen musste die Reißleine gezogen werden: Die Hälfte der 150 Mitarbeiter ist in Kurzarbeit. Andere Kunden wurden bisher weiter beliefert. Diese Versorgung etwa eines Großkunden soll auch weiterhin gewährleistet werden, ergänzt Antonia Hillmann von Alexmenü. Und: „Wir werden nach wie vor die Löhne zahlen.“

Wie es konkret mit Alexmenü weitergeht, konnte Alexandra Krotki nicht sagen. „Das muss erst mal alles sacken“, sagt die Geschäftsführerin.