Magdeburg l Um herauszufinden, worum es sich bei dem roten Teppich auf den Nebenarmen des Adolf-Mittag-Sees handelt, haben die Mitarbeiter der Stadt in dieser Woche Wasser- und Pflanzenproben ins Labor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz gebracht. Freitag kam dann das Ergebnis: „Die mikroskopische Analyse bestätigte, dass es sich um einen Algenfarn handelt“, teilte Stadtsprecher Michael Reif mit.

Natürliche Ursache

Die rötliche Färbung werde durch Anthocyane hervorgerufen. In den Wintermonaten, durch die direkte Sonne und kältere Temperaturen, bildet der Farn den roten Pflanzenfarbstoff. Michael Reif gibt Entwarnung: „Insofern hat das derzeitige Erscheinungsbild eine natürliche Ursache und beeinträchtigt nicht die Wasserqualität.“

Der Algenfarn siedele sich dem Stadtsprecher zufolge gern in nährstoffreichen und stehenden oder langsam fließenden Gewässern an. Wichtige Information: Der Farn soll nicht giftig sein. Auch die Algenart, die an den kleinen schwimmenden Farnen haftet, soll keinesfalls giftig sein. Es handele sich dabei um die Cyanobakterien Anabaena azollae. Diese Blaualgenart wurde in der Wasserprobe mikroskopisch nachgewiesen.

Angler befürchten Faulgase

Bei der Stadt geht man jetzt davon aus, dass sich die rotbraune Schicht auf dem Wasser im Stadtpark demnächst von selbst erledigt. „Weil der Frischwasserzufluss von der Stromelbe zur Tauben Elbe wieder erfolgt und sichtbar ist, gehen wir davon aus, dass bei einem ausreichenden Wasserstand die Algenkolonien ausgeschwemmt werden“, erklärt Sprecher Michael Reif. Die rote Färbung sollte dann nach Ende der Frostperiode wieder verschwinden.

Die Angler allerdings befürchten, dass der abgestorbene Farn auf dem Seegrund für Faulgase sorgen könnte, welche die Sauerstoffbilanz negativ beeinflussen.