Bauprojekt im Stadtzentrum

Am Magdeburger Tunnel ist Platz für Weg und Fluchttüren

Für Strecke der Radfahrer am Magdeburger Tunnel fehlt noch der rote Asphalt. Eine Etage tiefer wird an den Fluchttüren gebaut.

Von Martin Rieß
Tunnelbaustelle in Magdeburg: An dieser Stelle werden in der Betonwand Aussparungen für zwei Fluchttüren in die benachbarte Röhre gelassen.
Tunnelbaustelle in Magdeburg: An dieser Stelle werden in der Betonwand Aussparungen für zwei Fluchttüren in die benachbarte Röhre gelassen. Foto: Martin Rieß

Magdeburg

Im Tunnel in der Magdeburger Innenstadt wird auf der Westseite an den Wänden und auf der Ostseite an der Tunnelsohle gebaut. Auf der Westseite zum Damaschkeplatz hin sind die Seitenwände längst fertig. Jetzt geht es noch um zwei Segmente von jeweils etwa zehn Metern Länge in der Mittelwand zwischen den beiden Tunnelröhren. In eines von den beiden werden zwei Fluchttüren eingebaut. In diesem Bereich müssen vor dem Betonieren auch Aussparungen unter anderem für Feuerlöscher und Beschilderung frei gelassen werden.

Ebenfalls in der Westhälfte des Tunnels hat in der Röhre für die Fahrbahn in Richtung Stadtmitte der künftige nichtöffentliche Betriebsraum seine Tür und eine Treppe erhalten. Diese führt eine Ebene höher zum Ausgang am Busbahnhof.

Bau an den Stützwänden

Gebaut wird in diesem Bereich auch an Stützwänden für die künftige Tunneleinfahrt unterhalb des Zentralen Busbahnhofs.

Noch nicht so weit sind die Arbeiten auf der östlichen Innenstadtseite. Hier wird an der Tunnelsohle gebaut, die einmal Fahrbahn und Fahrzeuge tragen wird. Für die Röhre mit der Fahrbahn in Richtung Stadtmitte sind die Arbeiter mit der Sohle bereits etwa 70 Meter vorgedrungen. Und in weiteren vier Blöcken laufen derzeit Bewehrungsarbeiten.

Vorbereitung für die Tunnelsohle

In der nördlichen Tunnelröhre haben diese Bewehrungsarbeiten vom Tunnel-Tiefpunkt ausgehend in Richtung Tunnelportal auch bereits begonnen. Zudem wurden in dieser Woche die letzten Blöcke der Sauberkeitsschicht betoniert, die als Vorbereitung für den Bau der Sohle gegossen wird.

Zu den Vorbereitungen gehört derzeit auch eine lautstarke Arbeit, die auch Passanten außerhalb des Tunnels wahrnehmen können: Unter hohem Druck werden dabei die Bohrpfähle aus Stahlbeton gereinigt. Und vor allem wird an den Übergängen zu den Stahlbetonteilen, die jetzt angefertigt werden sollen, die Oberfläche aufgeraut. Christian Fuß erläutert diesen Arbeitsschritt: „Das ist notwendig, damit der bereits vorhandene Beton sich gut mit dem neuen Beton verbinden kann.“

Platz für den Radweg

Der Radweg auf der Tunneldecke ist in den vergangenen Monaten Anlass für viele Diskussionen gewesen: Am City Carré fällt er enger aus, als dies heute Standard ist. An dieser Stelle und – ganz im Gegensatz dazu – auf einem komfortablen breiten Streifen auf dem Damaschkeplatz ist die Fläche für den roten Asphalt bereits vorbereitet. In einigen Monaten wird er in einer dünnen Schicht auf den bereits vorhandenen Untergrund aufgetragen. Am Damaschkeplatz wird der Radweg für beide Fahrtrichtungen ebenso wie unter den Brücken auf der nördlichen Seite verlaufen.

Und an einer zweiten Stelle ist der Asphalt dieser Tage Thema: Das Gleisdreieck an der Einmündung der Bahnhofstraße auf die Otto-von-Guericke-Straße ist nahezu fertig. Zu erkennen ist auch schon der provisorische Weg, der hier über die Gleise führen soll, die erst Ende des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden sollen. Wie Christian Fuß, Projektleiter seitens der Landeshauptstadt, sagte, werde dieser Übergang wie geplant Ende des Monats freigegeben.