Magdeburg l Dennis Jannack, Abgeordneter der Linken im Rat und auch in der FCM-Fanszene aktiv, brachte zur Ratssitzung am Donnerstag das Thema Aufstiegsfeier zur Sprache, hinterfragte kritisch den gewählten Termin und Vorkehrungen verkehrlicher Art im Angesicht der erwarteten rund 10.000 Gäste auf dem Alten Markt.

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) holte daraufhin zur resoluten Reaktion auch auf ungestellte Fragen, wie die nach Notwendigkeit des zur Feier verhängten Alkoholverbotes, aus. „Das ist ein Empfang des Oberbürgermeisters und keine Fanfeier!“, so Trümper.

Keine Sektdusche erwünscht

Letztere sollten die Fans doch besser selbst organisieren. Hier, also quasi bei ihm, dem Stadtoberhaupt, werde es „kulturvoll“ zugehen. Nicht nur, dass auf dem Markt selbst resolutes Alkoholverbot herrscht, auch den Spielern sind traditionelle Rituale und der Alkoholkonsum auf Balkon oder Platz untersagt, selbst eine Sektdusche. „Das will ich nicht haben“, rief Trümper aus.

Zur umstrittenen Terminwahl vor Saisonschluss sagte das Stadtoberhaupt knapp: „Wenn man zu einem Empfang einlädt, dann muss der Einladende auch da sein.“ Am Wochenende zum Saisonschluss seien aber weder er, so Trümper, noch sein Vize und Bürgermeister Klaus Zimmermann (CDU) am Ort. Dem Vernehmen nach weilt Trümper mit seiner Frau auf Sardinien.

In der Ratssitzungspause waren die sonntäglichen FCM-Feierlichkeiten auf dem Markt vielfach Gesprächsthema hinter vorgehaltener Hand. „Wir halten eine Bierbörse auf dem Alten Markt ab und zum Weihnachtsmarkt fließt wochenlang täglich der Alkohol in Strömen“, merkt ein Rat an und lehnt es ab, nach den Krawallen am Hasselbachplatz alle Fans „in Sippenhaft“ zu nehmen. Auch die Kritik am gewählten Feiertermin findet auf den Rathausfluren viel Zustimmung.

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