Polizei

B 71: Ende einer Verfolgungsjagd

Auf der B71 endete eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Ein Mercedes-Fahrer wollte sich einer Polizeikontrolle entziehen.

Von Von Matthias Strauss

Magdeburg l Auf der B 71 in der Nähe der Autobahn-Anschlussstelle Magdeburg-Kannenstieg endete Sonntag eine wilde Flucht: In Braunschweig hatte sich ein 38-jähriger Mercedes-Fahrer zusammen mit seiner 26-jährigen Begleiterin einer Polizeikontrolle entziehen wollen und war über die A2 bis nach Magdeburg gerast. Bei der Verfolgung verstärkte sachsen-anhaltische Polizei die Kräfte aus Braunschweig. 
Nach Polizeiangaben sollte der Wagen gegen 13.50 Uhr wegen gestohlener Kennzeichen auf Höhe des Autobahnkreuzes Braunschweig kontrolliert werden. Mit stark erhöhter Geschwindigkeit ergriff der Mercedes-Fahrer daraufhin die Flucht und ignorierte in der Folge die Anhaltesignale der Einsatzfahrzeuge, die die Verfolgung aufgenommen hatten. Auch andere Verkehrsteilnehmer sollen durch das risikoreiche Fahren des Flüchtenden gefährdet worden sein.
An der Abfahrt Magdeburg-Kannenstieg fuhr der Mercedes von der Autobahn ab, vermutlich wegen eines Reifenschadens. Seine Fahrt setzte er auf der B71 fort, wo er ein verfolgendes Zivilfahrzeug der niedersächsischen Polizei abdrängte, so dass es zu einem Unfall kam. Erst als der Fahrer versuchte, wieder in Richtung A2 zurückzufahren, kam es zur Kollision mit zwei weiteren Einsatzwagen der niedersächsischen Polizei und der Mercedes konnte gestoppt werden.
Bei der Festnahme leistete der 38-Jährige erheblichen Widerstand, seine Mitfahrerin ließ sich ohne Gegenwehr festnehmen. Beide Tatverdächtigen verletzten sich während der Flucht leicht, auch drei Polizisten aus Niedersachsen erlitten leichte Verletzungen. Der Sachschaden an den drei Dienstfahrzeugen beläuft sich laut Polizei auf rund 10.000 Euro. Beide Tatverdächtigen wurden positiv auf Drogen getestet.
Im Zuge der Ermittlungen wurde der Tatverdächtigte dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Magdeburg einen Haftbefehl gegen den Mann beantragt. Ihm wird ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen. Das Amtsgericht folgte dem Antrag, der 38-Jährige befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt. Seine 26-jährige Begleiterin ist wieder auf freiem Fuß.