Magdeburg l „Bitte länger aufmachen. Jedenfalls am Wochenende“, lautet der Wunsch von Leserin Karen Krull. Sie ist eine von fast 550 Lesern, die sich an einer aktuellen Umfrage der Volksstimme beteiligt haben. Bei angekündigten 37 Grad Hitze und regelmäßigen Warnstufen an Magdeburgs Seen wegen Blaualgengefahr wollte die Zeitung wissen, wie es sich mit den Öffnungszeiten in den Freibädern verhält.

Bisher bleibt die Stadt bei den regulären Zeiten. Die erstrecken sich von 10 bis 19 Uhr, bei mehr als 28 Grad wird auf 20 Uhr erhöht. Auf der Homepage der Stadt heißt es: Bei Bedarf sei auch eine frühere Öffnung möglich. Das gelte zum Beispiel im Fall von angemeldeten Schulklassen. Auf Nachfrage erklärte Sportbeigeordneter Matthias Puhle jüngst, dass bisher ein Bedarf für längere Öffnungen nicht an die Stadt herangetragen worden sei. Was die Abendstunden betrifft: Gegen 18 und 19 Uhr könne man dem Beigeordneten zufolge beobachten, dass die meisten Badegäste aufbrechen.

Die Hälfte ist dafür

Doch was ist mit den frühen Morgenstunden? Leserin Marika Offelnotto schreibt: „Wir sind vor längerer Zeit bei solch einem Wetterchen schon morgens um 7 Uhr baden gegangen. Hierzu müsste auch die Zeit wieder umgestellt werden.“ Was ist also, wenn die Magdeburger die Wahl haben? Die Volksstimme hat online dazu eine Umfrage gestartet. Von 546 Teilnehmern wünschen sich 275, also gut die Hälfte, längere Öffnungszeiten. Nur jeder fünfte wäre allerdings auch bereit, deswegen mehr Eintritt zu bezahlen. 229 Leser hingegen sind völlig zufrieden mit den aktuellen neun bis zehn Stunden Badezeit. Den restlichen ist es egal.

Doch wie sieht es eigentlich in anderen Städten aus? In Halle ticken die Freibad-Uhren ähnlich wie in Magdeburg. Zwischen 9 und 20 Uhr sind die kommunalen Bäder geöffnet. Auch der Preis liegt wie in Magdeburg bei 3,50 Euro für Erwachsene. In Erfurt zum Beispiel kostet der Eintritt im kommunalen Nordbad zwar 4,20 Euro, dafür darf man außer montags immer schon um 8 Uhr ins Wasser. Geöffnet ist bis 21 Uhr, freitags sogar bis 22 Uhr.

Flexibeles Braunschweig

Am flexibelsten geht man in Magdeburgs Partnerstadt Braunschweig vor. Dort regelt eine Bäderampel je nach prog-nostizierter Temperatur und Sonnenscheindauer die Öffnung beziehungsweise Schließung der einzelnen Freibäder. Hintergrund: Das Personal könne so bedarfsgerechter eingesetzt werden, um die in der Sommersaison anfallenden Überstunden zu reduzieren. Ob rot, gelb oder grün sowie die geplanten Zeiten kann man immer aktuell auf der Internetseite prüfen. War für gestern und heute 6 bis 21 Uhr im kommunalen Raffteichbad angesetzt, gilt für Mittwoch 6 bis 20 Uhr. Dort zahlen Erwachsene pro Tag 3,90 Euro, eine Abendkarte ab 17.30 Uhr kostet 2,90 Euro – in Magdeburg sind dafür bisher ab 17 Uhr nur 2 Euro fällig.