Magdeburg l Bis vor zwölf Jahren standen an der heutigen Othrichstraße in Magdeburg noch zwei Schulgebäude vom Typ Erfurt. Damals wurden beide aufgrund der stark gesunkenen Schülerzahlen abgerissen. Nur die alte Sporthalle erinnert heute noch daran.

2015 wurde dann ein Bebauungsplan vom Stadtrat beschlossen, der eine Besiedlung des Gebietes ermöglichte. Die Stadt Magdeburg verkaufte die Flächen abschnittsweise an Häuslebauer. Seitdem sind entlang der Othrichstraße und Resewitzstraße bereits eine Reihe von Eigenheimen entstanden.

Stadt will weitere Bauflächen vermarkten

Nur ein gut 5000 Quadratmeter großes Grundstück im Süden des B-Plan-Gebietes konnte bislang nicht erfolgreich von der Stadt vermarktet werden. Dort ist derzeit noch eine maximal viergeschossige Bebauung für den Mietwohnungsbau im rechtsgültigen Plan festgeschrieben.

Um das Areal doch noch gewinnbringend verkaufen zu können, soll der Bebauungsplan nun entsprechend angepasst werden. Mit der nun angestoßenen Änderung soll auch dort der Weg für den individuellen Wohnungsbau, also Eigenheime, frei gemacht werden, wie es in der aktuellen Beschlussvorlage heißt. Diese soll erst im Februar auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen.

Die Änderung soll im beschleunigten Verfahren durchgebracht werden, da sich am grundlegenden Planungsziel (Wohnbebauung) nichts ändert. Klimarelevante Belange nach dem „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ sollen eine Rolle spielen.

Große Nachfrage nach Bauland

Die Stadt hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, wie groß die Nachfrage nach Baugrundstücken für Eigenheime sei. Auch an der Harsdorfer Straße und im Milchweg wurden in den vergangenen Jahren ehemalige Schulen abgerissen und die Flächen vermarktet und bebaut.

Wenn die 5000 Quadratmeter komplett vermarktet werden, könnten je nach Grundstücksgröße im Schnitt zwischen fünf und acht Einfamilienhäuser entstehen.